Im Frühjahr reisen Bummi und Tapsi an die Müritz / Klötzer Tierpark wird umgestaltet

Umzug in ein neues Glück

Die Tage hinter Gittern sind für die Bären im Klötzer Tierpark Arche Noah gezählt: Die Stadt gibt die Bärenhaltung auf und vermittelt Bummi und Tapsi in ein artgerechtes Zuhause. Foto: Schmidt

Klötze. Generationen von Klötzern sind damit aufgewachsen: Im Tierpark Arche Noah sind die zwei Bären die größte Attraktion. Doch damit ist ab Frühjahr Schluss.

Die beiden Bären Bummi und Tapsi ziehen an den Plauer See um – wenn der altersschwache Bummi die Winterruhe gesund übersteht.

Die Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ betreibt den Bärenpark und hat der Stadt Klötze am Mittwoch in einem Schreiben zugesichert, dass die beiden Bären aus der Arche Noah aufgenommen werden. Zuvor hatten sich Anfang Oktober Mitarbeiter der Organisation vor Ort ein Bild über den Zustand der beiden Tiere gemacht. Zu dem Ortstermin hatte Bürgermeister Matthias Mann auch einen Tierarzt hinzugezogen. Denn der 30 Jahre alte Bummi macht der Stadt seit einiger Zeit Sorgen. Inzwischen hat sich der Zustand des Tieres stabilisiert, trotzdem muss die Winterruhe abgewartet werden. Erst danach wird entschieden, ob Bummi einen Transport verkraften würde oder ob das Tier wegen Altersschwäche eingeschläfert werden muss. Für seine jüngere Gefährtin Tapsi ist der Umzug dagegen eine ausgemachte Sache. „Wir freuen uns, die Tiere in ein bärengerechtes Zuhause vermitteln zu können“, hatte Vier Pfoten der Stadt mitgeteilt. Sehr begrüßt wurde zudem die Entscheidung, die Bärenhaltung in Klötze aufzugeben. Denn das ist Voraussetzung für die Vermittlung durch die Tierschutzorganisation.

Bis im April die Umzugskiste für Tapsi und eventuell auch Bummi bereit gestellt wird, werden Mitarbeiter von Vier Pfoten im Verlauf des Winters die Bären in Klötze regelmäßig besuchen. Im Frühjahr entscheidet dann ein Experte vom Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung, ob Bummi einen Transport überstehen würde.

Bürgermeister Matthias Mann hat sich schon Gedanken gemacht, wie es im Tierpark ohne Bären weitergehen soll. In der kommenden Woche wird ein Tierparkplaner nach Klötze kommen, um Vorschläge zu unterbreiten, wie die Arche Noah umgestaltet werden kann. So könnte sich der Bürgermeister vorstellen, vom Aussterben bedrohte Nutztiere aus der Region im Tierpark zu halten, da ihm aufgefallen ist, dass viele Tiere den Kindern heutzutage gar nicht mehr bekannt sind.

Von Monika Schmidt

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