Sanierung liegt auf Eis

Umbaukosten für das historische Klötzer Pfarrhaus zu hoch

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An der Kirchstraße 24 ist das evangelische Pfarramt untergebracht. Saniert wird das historische Gebäude von 1646 aber vorerst nicht, die Kosten sind zu hoch. Der Kirchenkreis prüft verschiedene Optionen.

Klötze – Nachdem die Besetzung der Klötzer Pfarrstelle mit Pfarrer Michael Nolte seit Jahresbeginn offiziell geklärt ist, ist die Frage nach dem Pfarrhaus in der Purnitzstadt weiter offen.

Eigentlich wollte der Kirchenkreis Salzwedel mit der Sanierung des Gebäudes schon längst fertig sein. Doch nachdem es die ersten Untersuchungen und Überprüfungen der Denkmalpflege gegeben hat, war schnell klar: So einfach wird das nicht. Trotzdem zeigte sich Baupfleger Rainer Wellkisch noch im April optimistisch, die Maßnahme 2018 umsetzen zu können.

Doch daraus wurde nichts. Wie der Klötzer Pfarrer Michael Nolte seine Gemeindeglieder im aktuellen Gemeindebrief informiert, „wird das Pfarrhaus vorerst nicht saniert.“ Der Grund: Die Minimalsanierungskosten liegen bereits jetzt mehr als 15 Prozent über der zur Verfügung stehenden Höchstsumme für das gesamte Projekt, erklärt der Pfarrer.

Stellt sich die Frage, was stattdessen mit dem Gebäude geschehen soll. Soll es leer stehen bleiben, abgerissen werden oder die Sanierung auf später verschoben werden? Fragen, die offen bleiben müssen. Denn Superintendent Matthias Heinrich erklärte auf AZ-Anfrage nur, dass „für das Pfarrhaus zurzeit verschiedene Optionen geprüft werden.“ Augenblicklich könnten deshalb keine Auskünfte erteilt werden.

Damit bleibt auch die Frage offen, wo künftig das Pfarramt eingerichtet wird. Noch ist es, ebenso wie das Kirchenbüro, in dem Gebäude an der Kirchstraße 24 ausgewiesen. Seinen Wohnsitz hat Pfarrer Michael Nolte mit seiner Familie aber in Quarnebeck und damit außerhalb des Gemeindeverbundes, den er betreut. Ob dort auch der Pfarrsitz eingerichtet werden kann, wird von der Suptur in Salzwedel derzeit ebenfalls noch geprüft.

VON MONIKA SCHMIDT

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