Auf die Zukunft ausgerichtet

Stadt Klötze braucht mehr Mitarbeiter

Eine Seite des Klötzer Etats mit dem Wappen der Stadt
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Der Stellenplan ist in der Stadt Klötze Bestandteil des Haushaltes.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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37 Mitarbeiter werden in der Liste der Stadt Klötze geführt, aber nicht alle sind auch tatsächlich im Rathaus anwesend. Bei Neueinstellungen setzt die Verwaltung auf junge Leute, um die Zukunft zu sichern.

Klötze – Über die Anzahl der notwendigen Personalstellen im Klötzer Rathaus gibt es unterschiedliche Ansichten bei den Stadträten und der Verwaltung. „Der Stadtrat beschließt den Stellenplan und die Entgeltgruppen, aber er beschließt nicht über die Aufgabenbereiche“, stellte Hauptamtsleiter Matthias Reps bei einer Hauptausschusssitzung klar. Dort hatte es eine Diskussion über die eine EDV-Stelle gegeben, die in der Verwaltung neu eingerichtet werden soll. Die Hauptausschussmitglieder wollten mit dieser Stelle dem Haushalt für 2021 keine Zustimmung geben. Für 2022 soll über die Stelle neu beraten werden. „Die Arbeitsbereiche in der Verwaltung werden angepasst, denn die Verwaltung entwickelt sich weiter“, erläuterte Matthias Reps den Stadträten. „Wir brauchen jemanden für die Digitalisierung.“ Dabei gehe es nicht um den Bereich IT, sondern es soll ein Ansprechpartner für die Digitalisierung und die Technik vor Ort eingestellt werden. Wie Matthias Reps im AZ-Gespräch erklärte, entstand die Notwendigkeit für die neue Stelle, als es 2019 einen Totalausfall bei der EDV des Rathauses gab. Damals wurde deutlich: „Wir brauchen einen Ansprechpartner für die Digitalisierung, vor allem auch für den Bereich Schule, Kita und Bibliothek“, erinnerte sich Matthias Reps. Denn kein Mitarbeiter kenne sich vollständig mit der EDV aus. „Das Thema ist über Jahre stiefmütterlich behandelt worden“, schätzt der Hauptamtsleiter ein. Und Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels erinnert ergänzend, dass die Aufgaben zur Digitalisierung bei den Schulen bis zum Jahresende durchgebracht werden müssen. Bisher seien diese Arbeiten nur mitgemacht worden von der Verwaltung. „Wir wollen aber vorwärts kommen“, kündigte Uwe Bartels an. Deshalb werbe er für das Schaffen der EDV-Stelle in der Verwaltung.

Verwaltung für die Zukunft aufstellen

Im AZ-Gespräch betonten der Bürgermeister und sein Hauptamtsleiter, dass sie dabei sind, die Verwaltung im Klötzer Rathaus für die Zukunft aufzustellen. So wurden im Sommer zwei Auszubildende eingestellt. Für erkrankte Mitarbeiter und solche, die altersbedingt ausscheiden, mussten neue Kräfte eingestellt werden. Deshalb sehe die Liste mit den 37 Mitarbeitern in der Kernverwaltung viel aus, aber nicht alle davon sind auch tatsächlich noch im Rathaus anwesend. Bei den Neueinstellungen wurde darauf geachtete, junge Mitarbeiter zu gewinnen. „Die Verwaltung ist auf Perspektive ausgerichtet“, erklärte dazu Matthias Reps. Auch weiterhin solle bei Neueinstellungen darauf geachtet werden, dass sie auf die Zukunft ausgerichtet sind. Die Aufgabenbereiche in der Verwaltung verändern sich ständig. Deshalb reiche es meist nicht mehr aus, wenn jemand als Verwaltungsfachangestellter ausgebildet ist. Vielfach lohne es auch, auf betriebswirtschaftliche Abschlüsse zu setzen, informierte Reps weiter.

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