In der Nacht zum Ostersonntag beginnt die Sommerzeit: Die Uhren werden eine Stunde vorgestellt

Uhrmacher stellt 100 Zeitmesser

Uhrmachermeister Thomas Wehmann zeigt: In der Nacht zu Ostersonntag werden die Uhren von zwei auf drei Uhr vorgestellt. F: stk

Klötze. Thomas Wehmann hat jetzt alle Hände voll zu tun: Rund 800 Zeitmesser hat der Klötzer Uhrmachermeister in seinem Geschäft vorrätig, mindestens 100 davon muss er stellen. Der Grund: die Sommerzeit beginnt.

Offiziell werden die Uhren in der Nacht zum Ostersonntag Punkt zwei Uhr um eine Stunde, also auf drei Uhr, vorgestellt.

Die große Uhr am Geschäft ging schon am Gründonnerstag eine Stunde vor, und auch in Wehmanns Schaufenster gab es verschiedene Zeitzonen. „Ich stelle die Uhren nach und nach um, wenn Zeit ist“, berichtet der Uhrmachermeister in zweiter Generation. Die meisten nicht funkgesteuerten Uhren sind Quarzuhren, die umgestellt werden müssen. Mechanische Uhren finden bislang in Klötze wenig Absatz. Auch mancher Kunde kommt erfahrungsgemäß zur Zeitumstellung, wenn die Krone der Armbanduhr schwergängig ist.

Was eigentlich erstaunt: Auch einige Funkuhren verpennen die Zeitumstellung. „Manchen Funkuhren muss man auf die Sprünge helfen, weil sie durch eine Funkstörung einen schlechten Empfang haben, etwa durch elektrische Geräte im Raum oder wenn Batterien zu schwach sind.“ Wenn dann die Batterie ausgetauscht wird, gerät der funkgesteuerte Zeitmesser dann erst recht aus dem Takt. „Batterie raus und eine Viertelstunde abwarten!“, rät Wehmann. „Die Elektronik muss erst zur Ruhe kommen.“ Das gilt manchmal auch für den Batteriewechsel bei normalen Quarzuhren.

Wirklich am Zeiger drehen lassen sich Wand- und Standuhren. Bei den Regulatoren ist Sorgfalt angesagt: „Man sollte nicht über die Zwölf zurückstelle, sonst verhakt sich der Schlaghebel.“

Von Gerhard Sternitzke

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