Ortschaftsräte nehmen Stellung

Konzept für die Zukunft von Klötze

Eine Vetreterin der Sanierungsgesellschaft stellte 2017 im Klötzer Altmarksaal die Ziele des Entwicklungskonzeptes vor.
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2017 gab es in Klötze die Auftaktveranstaltung für das Entwicklungskonzept, erst Anfang 2021 wurde es vorgelegt und wird nun in den Ortschaftsräten diskutiert.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Neue Ideen für die Zukunft der Einheitsgemeinde Klötze werden derzeit in den Ortschaftsräten diskutiert. Dort sollen die Räte zum vorgelegten Entwicklungskonzept Stellung nehmen.

Klötze / Quarnebeck – Das erste Mal haben sich die Klötzer Stadträte schon im Jahr 2017 mit dem Vorhaben beschäftigt, ein Integriertes Gemeindliches Entwicklungskonzept (IGEK) für die Einheitsgemeinde Klötze auf die Beine zu stellen. Damals stellte der Sanierungsträger Saleg das Vorhaben und einen Zeitplan im Altmarksaal vor. Ende 2017, so die optimistische Planung, sollte das IGEK vom Stadtrat beschlossen werden. „Das ist die Zukunftsschau für die Entwicklung unserer Stadt“, informierte Marco Wille zum IGEK. Der Wenzer Ortsbürgermeister besprach mit seinem Ortschaftsrat das nun endlich vorliegende Konzept, zu dem jeder Ortschaftsrat um eine Stellungnahme gebeten wird. Anschließend wird es vom Stadtrat beschlossen.

Bei der demografischen Entwicklung, so schätzte Marco Wille ein, sei er „vorsichtig optimistisch“, denn der Einwohnerrückgang ist nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahren. „Es ziehen wieder mehr Leute in die Region“, fasste der Wenzer Ortsbürgermeister zusammen. Dennoch: Zusammengefasst betrachtet, werde im Konzept die Einheitsgemeinde Klötze als ein „bisschen größeres Dorf mit vielen Ortsteilen“ dargestellt.

Bauplätze schaffen ist in allen Orten das Ziel

Inzwischen können sich laut der Studien aber wieder mehr junge Leute vorstellen, im ländlichen Bereich zu wohnen und zu arbeiten: Es müssen dringend Flächennutzungs- und Bebauungspläne aufgestellt werden, damit die Interessenten auch in den Ortsteilen bauen können. So gebe es für Quarnebeck und Wenze beispielsweise derzeit keine bebaubaren Flächen, erinnerte Marco Wille. Außerdem müsse in das IGEK unbedingt das Thema Flurneuordnung aufgenommen werden, verständigte sich der Wenzer Ortschaftsrat. „Die landwirtschaftlichen Flächen müssen anders aufgestellt werden, viele Grabenläufe stimmen nicht mehr“, nannte Marco Wille als Beispiele. Beim Thema Daseinsvorsorge richten die Wenzer den Blick auf die Jugend- und Seniorenarbeit in den Orten. „Hat die Kommune Immobilien, die man für neue Formen nutzen kann?“, stellte Marco Wille als Frage in den Raum. Als Beispiel nannte er den alten Konsum in Wenze, der als Jugendraum diente. Dort könnten Räume für altergerechtes Wohnen ebenso geschaffen werden wie ein „Gemeinschaftsoffice“ für Menschen, die im Homeoffice sind. „In diese Richtung wünsche ich mir noch mehr Visionen und Ideen in dem Konzept.“ Wille forderte die Ortschaftsräte und Einwohner auf, weitere Ideen zusammenzutragen. Diese sollen im Bauamt eingereicht werden, damit sie in das Konzept aufgenommen werden.

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