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Über Gefahren von Süchten aufgeklärt

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Von: Monika Schmidt

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ein Mann und eine Frau bei einem Workshop mit Schülern
Norman Wagner, Präventionsbeamter der Polizei im Altmarkkreis, sprach mit den Sekundarschülern über die Gefahren von Alkohol und Drogen. © Monika Schmidt

Über die Gefahren von Sucht und was der Corona-Lockdown mit den Jugendlichen gemacht hat, ging es in drei Workshops an der Klötzer Sekundarschule.

Klötze – „Wir sind dankbar, dass wir das Haus wieder öffnen können“, sagt Iris Jokisch, Leiterin der Klötzer Allende-Sekundarschule. Vor den Osterferien konnte die Schule für die siebten und achten Klassen ein zweitägiges Präventionsprojekt anbieten. „Es ist wichtig, dass wir die Prävention leben. Unser Anliegen ist Vorbeugung. Das können wir als Schule leisten“, betont die Schulleiterin. Gerade in der schwierigen Coronazeit seien einige Auffälligkeiten bei den Schülern beobachtet worden. Die Schule sieht ihre Aufgabe im Gesundheitsschutz. Die Verantwortung liege auch bei den Elternhäusern, die die Kinder genau beobachten sollten. Beim Präventionsprojekt, das in Kooperation mit der Awo-Fachstelle für Suchtprävention, der Awo-Sucht- und Drogenberatungsstelle, der Polizei und der VfB-Netzwerkstelle Schulerfolg sichern angeboten wurde, gab es drei Workshops für die Schüler. Im ersten ging es unter dem Motto „Heute schon getankt“ um das Mediennutzungsverhalten der Schüler. Annemarie Schmidt von der Awo-Fachstelle für Suchtprävention sprach mit den Schülern darüber, wie viel Zeit sie täglich mit dem Medienkonsum verbringen. Es entwickelten sich rege Diskussionen, berichtete Annemarie Schmidt. Dies war auch möglich, weil sich in allen Gruppen die Lehrer zurückhielten, damit die Jugendlichen frei erzählen konnten. Deutlich wurde, dass gerade während des Lockdowns die sozialen Kontakte vermisst wurden und sich die Jugendlichen lieber persönlich treffen, als sich über Medien auszutauschen. „Auch hat die Familie einen hohen Stellenwert“, ist der Referentin aufgefallen. Im zweiten Workshop ging es um das Thema „Einbahnstraße Sucht“. Juliane Ensminger von der Sucht- und Drogenberatungsstelle zeigte den Schülern zu Beginn einen „Suchtsack“, in dem sich verschiedene Gegenstände verbargen, die für stoffliche und nichtstoffliche Süchte standen. Sie kam mit den Schülern über die Mediennutzung, den Gebrauch von Zigaretten, Alkohol und Drogen ins Gespräch. Besprochen wurde auch die Frage, warum jemand süchtig wird und ein anderer nicht. Darauf aufbauend ging es im dritten Workshop um die rechtlichen Folgen. Norman Wagner, Präventionsbeamter der Polizei des Altmarkkreises, erklärte den Jugendlichen, dass sie ab 14 Jahren strafmündig sind und dass ihre Handlungen damit Konsequenzen haben. Er zeigte Bilder von Unfällen, bei denen die Fahrer Alkohol oder Drogen konsumiert hatten. Ziel war es, den Jugendlichen das Selbstbewusstsein zu vermitteln, dass sie nicht ins Auto einsteigen, wenn der Fahrer nicht nüchtern ist. „Sie sollen an den richtigen Stellen die richtigen Entscheidungen treffen“, nannte Norman Wagner seinen Ansatz.

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