Warten auf die Probenergebnisse / Seit Mitte März liefert das Kuseyer Werk kein kühles Nass mehr

Trinkwasser fließt erst im Oktober

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Wasser fließt aus dem Kuseyer Wasserwerk schon seit Mitte März nicht mehr. Keime in den Behältern sorgen für einen Ausfall. Im Oktober soll das Werk wieder ans Netz gehen.

Kusey. Bereits seit sieben Monaten liefert das Kuseyer Wasserwerk kein kühles Nass mehr. Und es werden auch noch einige Tage ins Land gehen, bis aus dem 1992 gebauten Backsteingebäude vor den Toren Kuseys wieder Wasser in die Haushalte der Einheitsgemeinde Klötze fließt.

Der Grund für die Stilllegung des Werkes Mitte März waren Keime in den Trinkwasserbehälter und den Leitungen. Die wurden in den zurückliegenden Wochen und Monaten auch in aufwendiger Handarbeit intensiv gereinigt. „Wir haben auch neue Ultra-Violette-Filter und neue Belüftungshauben im Kuseyer Werk eingebaut. Zudem wurden die Leitungen und Behälter ausgebessert und repariert“, informierte der Technische Leiter des Wasserverbandes Detlef Bock. Dennoch waren die ersten Befunde nach den Trinkwasserproben weiter negativ und es gab keine Freigabe für die Trinkwasserversorgung. Nun soll alles wieder in Ordnung sein und auch Wasserproben durch ein Labor wurden in den zurückliegenden Tagen erneut genommen. Was fehlt sind die Ergebnisse der Untersuchung. Denn Trinkwasser ist das bestuntersuchteste Lebensmittel in Deutschland. Die Befunde sollen dann erneut Aufschluss darüber geben, ob das Wasser wieder keimfrei ist und an die Bewohner in der Einheitsgemeinde Klötze unbedenklich geliefert werden kann. Detlef Bock rechnet, wenn alles gut läuft, dass im Oktober das Kuseyer Werk wieder ans Netz gehen kann und das Klötzer Werk entlastet.

„Trotz der siebenmonatigen Pause war die Wasserversorgung in den Haushalten des Klötzer Verbandes immer abgesichert“ , betonte Detlef Bock. Denn während der Stilllegung des Kuseyer Werkes kam das Nass aus dem Werk des Verbandes, dass direkt neben dem Hauptsitz an der Oebisfelder Straße steht. Engpässe gab es während der Hitzeperiode zu keiner Zeit. „Die Versorgung war auch zu jeder Zeit abgesichert“, merkte der Technische Leiter abschließend an.

Von Henning Lehmann

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