Wolfgang Mosel fordert Zugangsbeschränkung für den Platz

Treffpunkt: Busbahnhof Klötze

Ein brennender Papierkorb am Busbahnhof ist nur das jüngste Zeichen von Vandalismus und Partys, die in den Abendstunden auf dem Platz gefeiert werden. Dagegen soll die Stadt vorgehen, fordert Wolfgang Mosel.
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Ein brennender Papierkorb am Busbahnhof ist nur das jüngste Zeichen von Vandalismus und Partys, die in den Abendstunden auf dem Platz gefeiert werden. Dagegen soll die Stadt vorgehen, fordert Wolfgang Mosel.

Klötze – „Wir freuen uns alle über die neuen Buslinien“, stellte Stadtratsmitglied Wolfgang Mosel fest. Der Klötzer Busbahnhof (ZOB) habe sich damit zum zentralen Kontenpunkt für die Linie 300 nach Wolfsburg und der Linie 100 nach Magdeburg entwickelt.

„Aber am ZOB freue ich mich nicht“, ärgerte sich der Kuseyer. Ganz im Gegenteil: Vandalismus und Schmierereien prägen das Bild.

Dem Kuseyer, der ein eifriger Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs ist, ist aufgefallen, dass sich nachmittags und abends zahlreiche Kinder und Jugendliche am Busbahnhof treffen. Wenn nachmittags beide Buslinien in Klötze zusammentreffen und die Fahrgäste auf ihre Weiterfahrt warten müssen, können sie nicht auf den Bänken Platz nehmen, weil diese von den Jugendlichen belegt sind, berichtete Wolfgang Mosel den Stadträten. In den Abendstunden und am Wochenende würden dort Partys gefeiert. Er forderte von Stadt, das Ordnungsamt und die Polizei einzuschalten, um diese Treffen und den damit verbundenen Vandalismus zu unterbinden.

Zudem machte Wolfgang Mosel einen Vorschlag: Der Stadtrat sollte einen Beschluss fassen, dass am Busbahnhof ein Schild aufgestellt wird. Dieses soll nur Nutzern des ÖPNV das Recht geben, sich im Bereich des Busbahnhofs aufzuhalten. Somit hätten die Behörden auch eine Handhabe, die Nicht-Nutzer von dem Gelände zu verweisen. „Nur Personen, die im Zusammenhang mit dem ÖPNV stehen, sollen dort sein“, so der Wunsch des Stadtratsmitglieds.

Im Gespräch mit der AZ konkretisierte Wolfgang Mosel seinen Vorschlag. Er werde auch noch den Kontakt zu Susanne Lange, Sachgebietsleiterin im Klötzer Ordnungsamt suchen, um seine Vorstellungen darzulegen, kündigte der Kuseyer an. Er habe sich informiert, dass ein entsprechend beschränkender Beschluss des Stadtrates für den Bereich des Busbahnhofs möglich ist. „Der ZOB ist das Drehkreuz für Klötze“, erinnert Wolfgang Mosel. Auch viele Auswärtige, die mit den Bussen unterwegs sind, halten sich dort auf und sollen ein positives Bild von der Stadt gewinnen. Wenn Scherben herumliegen, die Scheiben der Wartehäuschen mit Sprüchen beschmiert sind oder randaliert werde, werfe das kein gutes Licht auf die Stadt. Dass sich dort auch in den Ferien und an den Wochenenden viele Jugendliche treffen, ist auch immer wieder ein Thema im Klötzer Ortschaftsrat. Auch dort gab es schon Überlegungen, wie dem Vandalismus vorgebeugt werden kann. Herumliegende leere Flaschen und Müll sowie ein brennender Papierkorb am vergangenen Mittwoch während der Herbstferien beschäftigen die Kommunalpolitiker.

Ob es tatsächlich zu einer Zugangsbeschränkung für den Busbahnhof kommen kann, muss der Stadtrat beschließen. Diskutiert wurde der Vorschlag während der Stadtratssitzung in der vergangenen Woche allerdings noch nicht.

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