Treffen der Generationen

Jung trifft Alt: Für das erste Zusammentreffen mit den Senioren hatten die Jugendlichen Kuchen gebacken. Nach dem Kaffee wurde gemeinsam gesungen.

Klötze - Von Monika Schmidt. Die Idee stammt aus dem Jugendklub. Dessen Leiterin Doreen Wißwedel hatte ein ähnliches Projekt bereits in Diesdorf initiiert und fand auch bei den Klötzer Jugendlichen vom Klub Corner schnell Unterstützung.

Regelmäßig soll es künftig Treffen der Generationen geben. Im Klötzer Senioren-Wohnpark fanden die Jugendlichen sofort begeisterte Partner für ihre Idee. Dort kamen am Mittwoch zum ersten Mal Jugendliche und Senioren an einem Tisch zusammen. Die Jugendlichen hatten dafür sogar selbst gebackenen Kuchen mitgebracht. Das erste Treffen sollte zum gegenseitigen Kontaktknüpfen dienen. Dazu hatten die Jugendlichen extra einige bekannte Volkslieder eingeübt, die sie nach dem Kaffee vortrugen und dadurch die Senioren zum Mitsingen animierten. „Beim nächsten Mal können die Jugendlichen dann ihre Lieblingsmusik vorstellen“, regte Vera Ossada-Pannier, die Leiterin des Senioren-Wohnparks, an. Sie zog gestern eine positive Bilanz des ersten Treffens. Die Generationen kamen miteinander ins Gespräch und vereinbarten weitere Treffen. Vorgesehen ist auch, dass die Senioren die Jugendlichen in ihrem Klub besuchen kommen.

Für beide Seiten kann das Projekt Vorteile bringen, davon waren Doreen Wißwedel und Vera Ossada-Pannier gleichermaßen überzeugt. So dienen die Treffen den Jugendlichen dazu, Kontakt zur und Verständnis für die ältere Generation zu finden. Während früher alle Generationen einer Familie unter einem Dach lebten, fehlt heute der Kontakt zu den Senioren. „Und dabei haben die Senioren so viele Geschichten zu erzählen, es gibt so viel zu lernen für die Jüngeren“, ist Doreen Wißwedel überzeugt. Die Klubleiterin freute sich, dass ihr Vorschlag, sich sozial zu engagieren, von den Klötzer Jugendlichen so gut angenommen wurde.

Vera Ossada-Pannier hofft noch auf einen zweiten Effekt, den die Treffen der Generationen bewirken können. Während beim ersten Treffen einige Bewohner des Heims direkt zur Teilnahme angesprochen wurden, würde sie den Jugendlichen auch gern nach dem ersten Kontaktknüpfen ältere und kranke Bewohner vorstellen. Gerade sie würden sich über Besucher und Gespräche freuen. „Leider gibt es viel zu wenig Leute, die sich ehrenamtlich engagieren“, bedauerte die Einrichtungsleiterin. Vor Jahren hatte es noch einen ehrenamtlichen Besuchsdienst gegeben, aber dieser sei auf ein Minimum reduziert. Deshalb wäre es schön, wenn die Jugendlichen zu regelmäßigen Besuchern im Senioren-Wohnpark würden und so den Bewohnern ein bisschen Abwechslung in den Alltag bringen könnten. Die Bereitschaft der Jugendlichen dazu ist da.

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