Keine farbliche Gestaltung oder Motive für die Betonbauten am Busbahnhof und am Parkplatz

Klötzes Toilettenhäuschen bleiben farblos

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Die Idee, das Martinimarkt-Wappen als dauerhafte Werbung am Toilettenhäuschen am Lidl-Parkplatz anzubringen und die Wände des Häuschens am Busbahnhof von Schülern bemalen zu lassen, wurde vom Klötzer Ortschaftsrat wieder verworfen.

Klötze. Den Anstoß zur Diskussion gab Bernd Unruh. Er hakte im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat nach, wie weit denn die Überlegungen zur farblichen Gestaltung der beiden Toilettenhäuschen in Klötze fortgeschritten sind? Unruh erinnerte daran, dass er vorgeschlagen hatte, zur Gestaltung der Toilette am Busbahnhof einen Wettbewerb in den Schulen zu machen.

Bei dem Zeichenwettbewerb sollten Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten aus Klötze als Motive benannt werden. Für das Häuschen am Lidl-Parkplatz hatte der Ortschaftsrat schon mal über das Martinimarkt-Wappen als dauerhafte Werbung nachgedacht. „Also ich möchte nicht auf der Toilette verewigt werden“, gab es sofort Widerspruch von Klaus Ewertowski zu den Gestaltungsvorschlägen. „Wenn man anfängt, etwas zu gestalten, muss es auch komplett fertiggemacht werden“, gab er zu bedenken. Seiner Ansicht nach, sollten die Betongebäude so belassen werden, wie sie sind. Gerade das Häuschen am Lidl-Parkplatz stehe schon so lange, ohne dass es bislang groß beschmiert wurde. „Das Gebäude ist sauber“, stellte Klaus Ewertowski fest. Er sprach sich dafür aus, lieber alle paar Jahre die Wände zu weißen als sie mit Graffiti zu versehen.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt kündigte nach der Erfahrung mit der Mauer am Spatzennest an, die Gestaltungsmöglichkeiten zunächst mit dem Ordnungsamt abstimmen zu wollen. Die Vorschläge könnten dann im Ortschaftsrat diskutiert und beschlossen werden. Die Tendenz bei der Diskussion in der jüngsten Sitzung lief schon darauf hinaus, auf eine Gestaltung ganz zu verzichten. „Eine Martinimarkt-Werbung muss da auch nicht hin“, befand Hartwig Lemme. Der Rummel sei bekannt genug, da genüge es, wie bislang die Schilder aufzuhängen. „Die Gebäude passen da so einwandfrei hin“, schätzte Klaus Hilmer ein und verwies darauf, dass andere Städte gar keine Toilettenhäuschen hätten. „Eine Martinimarkt-Werbung muss da nicht sein“, stellte er fest. So könnten zudem unnötige Kosten gespart werden. Auch Lothar Schulze schloss sich der Meinung der Vorredner an: „Die Häuschen sollten so einfarbig bleiben, wie sie jetzt sind“, erklärte er. Derzeit sei der Pflegeaufwand für die Wände relativ gering.

Kirstin Mähl erinnerte daran, dass der Ortschaftsrat auch schon darüber debattiert hatte, den Stromkasten auf dem Adolph-Frank-Platz bemalen zu lassen, weil er mit seinem Grau ziemlich aus dem Grün des Platzes hervorsteche. Dieser sollte auf jeden Fall bemalt werden, wünschte sie sich.

Letztendlich stimmte der Ortschaftsrat ab. Bei einer Gegenstimme (Bernd Unruh) und einer Enthaltung (Kirstin Mähl) stimmte die Mehrheit der Ortschaftsräte dafür, alles farblich so zu lassen, wie es jetzt ist.

Von Monika Schmidt

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