Ein Thema für die Ortschaftsräte

Lothar Jährig meldete sich im Klötzer Stadtrat zu Wort.

Klötze - Von Monika Schmidt. Der neue Stadtrat von Klötze sollte sich zur Problematik Ortsumgehung positionieren. Darum bat Lothar Jährig, einer der Sprecher der Bürgerinitiative für die Umsetzung der Bromer Ortsumgehung, das Gremium.

„Wie weit sind die Kommunalpolitiker gewillt, die Umleitungsstrecke wegzubringen?“, wollte er wissen. Nach 20 Jahren sei es höchste Zeit. Ein Anliegen, dem sich Stadtratsmitglied Jürgen Barth anschloss. „Der Stadtrat sollte sich positionieren, sich eventuell mit einer Resolution befassen und so den Standpunkt gegenüber Brome deutlich machen“, schlug Jürgen Barth vor. Doch darum ging es Lothar Jährig nicht. „Uns geht es mehr um Sachsen-Anhalt, mit Brome läuft es“, erklärte er. So hatten Vertreter der BI mit dem Straßenbauamt in Wolfenbüttel, das für die Bromer Ortsumgehung zuständig ist, gesprochen und dabei erfahren, dass der Fall in Brome „fast in trockenen Tüchern ist“, berichtete Lothar Jährig. „Aber was tut sich in Sachsen-Anhalt auf der Umleitungsstrecke?“, wollte er wissen.

Stadtratsmitglied Wolfgang Mosel unterstützte das Anliegen. Es sollte geprüft werden, ob die Stadt auf das Land einwirken könne, um eine schnellere Lösung zu erreichen, regte der Kuseyer an. So könnte der Verkehrsminister in Sachsen-Anhalt aufgefordert werden, die Genehmigung für die Umleitungsstrecke zurückzuziehen.

Welche Schritte eingeleitet werden können, wollte Bürgermeister Matthias Mann offen lassen. „Die Bürgerinitiative ist eine lobenswerte, aber freiwillige Geschichte“, betonte er. Sie müsse eine breite Akzeptanz finden. Deshalb sollten die Vertreter in den von der Umleitung betroffenen Ortschaftsräten vorstellig werden und ihr Anliegen vortragen, empfahl Matthias Mann. Ein Angebot, das die BI-Sprecher annehmen wollen. Die erste Einladung erfolgte prompt bei der Sitzung: „Wir tagen am 15. April“, kündigte der Klötzer Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski an. Dort könnte das Thema besprochen werden.

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