Aber: Verkehrsministerium will Lärmschutz-Grenzwerte noch einmal überprüfen lassen

Salzwedeler Straße in Klötze: Tempo 30 ist erstmal abgelehnt

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Prüfungen haben ergeben, dass weniger Verkehr als vor fünf Jahren auf der Salzwedeler Straße unterwegs ist. Außerdem fahren die meisten langsamer als erlaubt, deshalb wird von den Behörden das von Anliegern geforderte Tempolimit zunächst abgelehnt.

Klötze. Für die Salzwedeler Straße in Klötze wird es keine Beschränkung auf 30 km/h geben. Das teilen das Landesverkehrsministerium und der Altmarkkreis Salzwedel übereinstimmend als Antwort auf die Unterschriftenliste der Anlieger mit.

Verkehrszählungen in den Jahren 2010, 2013 und 2014 hätten ergeben, dass die gemessenen Geschwindigkeiten überwiegend unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h liegen. Nur nachts steige der Anteil derer, die schneller fahren als erlaubt, etwas an. Im März 2014 wurde für den Abschnitt von der Ziegelstraße bis zur Friedensstraße für Lkw eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h angeordnet, nachdem der Abschnitt aber saniert wurde, konnte diese wieder aufgehoben werden. Insgesamt schätzen die Behörden den Zustand der Salzwedeler Straße als gut ein. Einzig die Schächte für Regen- und Schmutzwasser sind in einem schlechteren Zustand. Deshalb wollen die Behörden die dafür zuständigen Eigentümer – also Stadt und Wasserverband – auffordern, den Zustand zu verbessern.

Dass die Anlieger sich vom Straßenlärm belästigt fühlen, hat seine Ursache darin, dass die Straße relativ schmal ist und die Häuser dicht an der Straße stehen. Außerdem sei der Schwerverkehr in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen, die Verkehrsmengen sind für eine Landesstraße „als eher geringer einzuschätzen“, informiert Birgit Eurich vom Altmarkkreis. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist diese dafür ausgelegt, Durchgangsverkehr aufzunehmen. Deshalb werde der Flüssigkeit des Verkehrs auch ein höherer Wert eingeräumt, so dass eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht gerechtfertigt ist, begründet das Landesverkehrsministerium in seinem Antwortschreiben.

Trotzdem soll, so kündigt das Landesministerium an, von der Landesstraßenbauverwaltung eine erneute Lärmberechnung für die besonders belasteten Bereiche der Salzwedeler Straße vorgenommen werden. Auf dieser Basis könnte dann nochmals über eine Geschwindigkeitsbeschränkung oder andere Lärmschutzmaßnahmen nachgedacht werden, sofern die entsprechenden Grenzwerte überschritten werden.

Von Monika Schmidt

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