Nutzer sollen an einen Tisch / Ärger über zerfahrene Strecken

Symposium zu Waldwegen

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Viele Waldwege, auf denen Holztransporter unterwegs waren, sind aufgrund der feuchten Witterung völlig zerfahren. Das ärgert nicht nur die Waldbesitzer. Bei einem Symposium in Winterfeld sollen Lösungen gefunden werden.

Immekath / Altmark. „Es ist ein Unding“, ärgerte sich Otto Wesch, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Immekath. Nicht nur, dass die Waldwege im vergangenen Jahr durch die kräftigen Niederschläge arg in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Rund um Immekath werden sie auch von Holztransportern benutzt, um den Weg zum Glunzwerk nach Nettgau abzukürzen. 

„Die Transporter von Klötze und Kusey fahren über den Melliner Weg. Den haben wir mal auf unsere Kosten ausbauen lassen, aber die Löcher sind inzwischen wieder da und schlimmer als vorher“, sagte der FBG-Vorsitzende bei der Jahreshauptversammlung am Freitag. Es müsse mit den Behörden ein Weg gefunden werden, wie das geregelt werden kann.

Ebenso müsse mit der Firma, die den Holzeinschlag gemacht hat, gesprochen werden, damit sie die Waldwege, wie vertraglich vereinbart, wieder herstellt. „Die Firma muss das wieder einebnen“, betonte Otto Wesch. In die gleiche Kerbe schlug auch der Immekather Ortsbürgermeister Peter Gebühr. In der Stadt Klötze sei das Thema bereits angesprochen worden, berichtete er und erklärte, im Namen der Stadt zu sprechen: „Die Waldwege müssen nach dem Holzeinschlag besser glatt gezogen werden“, so die Forderung. Vonseiten der Förster müsse dies besser kontrolliert werden. „Die Wege sollen wieder einwandfrei in Ordnung und befahrbar sein“, benannte Gebühr die Forderung der Stadt Klötze.

„Das letzte halbe Jahr war sehr nass, da haben die Waldwege sehr gelitten“, räumte auch Helmut Jachalke, Leiter des Betreungsforstamtes in Klötze, ein. Allerdings musste nach den Herbststürmen schnell gehandelt werden, um die umgefallenen Bäume aus dem Wald zu holen. „Das Holz musste schnell abgefahren werden. Das hat überall für viel Unmut gesorgt“, so Jachalke. So hatte die Stadt Kalbe zum Beispiel angekündigt, Wege zu sperren. Das Forstamt will reagieren und hat am 26. April, um 10 Uhr im Winterfelder Wieseneck ein Wegesymposium organisiert. „Da wollen wir alle Nutzer der Wege an einen Tisch holen und klären, wie man die Wege bauen und unterhalten kann“, kündigte Helmut Jachalke an. Zu den Nutzern gehören auch die Landwirte, die Rettungsdienste, die Feuerwehren und die Waldbesitzer. Ziel sei es, einen Weg zu finden, die Regelungen im Landeswaldgesetz nachzubessern, gab Helmut Jachalke für das Symposium als Motto aus.

Von Monika Schmidt

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