Walbecker Brückendiskussion erhitzt Einwohner / Brauhofbrücke für 2020 im Plan

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Seit einem Jahr ist die Walbecker Brauhofbrücke gesperrt. Der Bauzustand ist in einem maroden Zustand. Das wurde bei Kernbohrungen im Mauerwerk festgestellt. 2016 gab es schon eine Teilsanierung der Brücke, die den schlechten Bauzustand ans Licht brachte.

Walbeck. Die Diskussion um die Ersatzneubauten für die Gittel- und die Brauhofbrücke im Oebisfelder Ortsteil Walbeck erhitzt seit Monaten die Einwohner.

Auch während der jüngsten Bau- und Vergabeausschusssitzung scheiterte der Antrag vom SPD-Stadtrat Martin Krems-Möbbeck (wir berichteten), die beiden Vorhaben zu tauschen. Krems-Möbbeck wollte die Brauhofbrücke in 2018/19 bauen und die Gittelbrücke ab 2020 komplett erneuern. Der Walbecker bezog sich dabei auf die lebhafte Diskussion während der Einwohnerversammlung mit Bürgermeister Hans-Werner Kraul.

Während der jüngsten Bau- und Vergabeausschusssitzung im Weferlinger Rathaus erläuterte Bauamtsmitarbeiterin Sabine Fischer dem Gremium, warum die Gittelbrücke in 2018 und 2019 als Ersatzneubau vor den Toren Walbecks realisiert wird und die Brauhofbrücke erst für 2020 auf der Prioritätenliste steht.

„Der Ersatzneubau der Gittelbrücke wird mit 60 Prozent Landesförderung bezuschusst. Für dieses Vorhaben bekommt die Einheitsgemeinde 570 000 Euro aus dem Topf der Infrastrukturförderung des Landes“, informierte Fischer. Denn über die im Jahr 1950 schon als Behelfsbrücke gebaute Überfahrt, passieren täglich unzählige Schwerlasttransporter, um den Quarzsandabbau in der Ortschaft zu gewährleisten. Auch für Bürgermeister Hans-Werner Kraul hat der Bau der Gittelbrücke Priorität. „Wir können es uns als Kommune einfach nicht leisten, vier Firmen als Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler zu verlieren. Deshalb wird die Gittelbrücke zuerst gebaut“, betonte Kraul.

Der knapp eine Millionen Euro teure Ersatzneubau soll noch in diesem Jahr beginnen. Vorausgesetz, der Zuwendungsbescheid kommt in den kommenden Wochen, ergänzte Fischer. Wie sie weiter ausführte, muss für den Ersatzneubau der Brauhofbrücke noch ein entsprechendes Förderprogramm gefunden werden. Denn ohne Förderung ist der Komplettneubau nicht realisierbar, stellte sie klar. Der Fördertopf für den Neubau der Gittelbrücke kann für den Ersatzneubau der Brauhofbrücke nicht verwendet werden, machte Fischer deutlich. 2016 wurde das Walbecker Bauwerk schon teilsaniert, dabei kam bei einer Kernbohrung die marode Bausubstanz ans Tageslicht. Anschließend wurde die Brücke gesperrt. Das war 2017.

Von Henning Lehmann

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