Kleines Jubiläum: Zehntes Krippenspiel der Jugendlichen aus Neuferchau und Kusey / Bärbel Schulz verlas Erklärung

Ein Stück über getrennte Wege

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Das große Finale beim Krippenspiel in der Neuferchauer Kirche: Zum zehnten Mal haben Kinder und Jugendliche aus Neuferchau und Kusey ein weihnachtliches Stück im Gotteshaus aufgeführt. Diesmal hatte es viele Bezüge zur Gegenwart.

Neuferchau. Zum zehnten Mal haben Kinder und Jugendliche aus Neuferchau und Kusey am Sonnabend ein Krippenspiel aufgeführt. Bis auf den letzten Platz war die Neuferchauer Kirche besetzt. In dem Krippenspiel mit dem Titel „Heimat“ ging es um das Gefühl zu Hause zu sein.

Dieses Gefühl kennt nicht jeder. Ob Jung oder Alt, es gibt Menschen, die heimatverbunden sind, denen Weihnachten wichtig ist, anderen bedeutet beides wenig. Beide Menschentypen kamen in dem Stück vor. So auch ein Pendler. Er fuhr mit dem Zug in seinen Geburtsort und hatte das Heimatgefühl nicht mehr, wie sich im Gespräch mit einem anderen Fahrgast herausstellte. Als geschiedener Mann, der seiner Ex sein Herz geschenkt hatte und jetzt jeden Monat Alimente zahlen muss, wollte er nur ein Geschenk für sein Kind kaufen. Zu Hause, am Tisch beim Weihnachtsessen änderte sich das dann. Das „Nest“ erschien doch nicht so fremd und die geschiedenen Eheleute wollten es noch mal gemeinsam miteinander versuchen. Nun standen schon die kleinen Engel bereit, und Maria und Josef bekamen für ihr Neugeborenes viele Geschenke mit auf den Weg.

Viel Applaus bekamen die jungen Akteure vom Publikum. Zum ersten Mal beteiligte sich Charlotte Licht als Organistin am Neuferchauer Krippenspiel. Mit weihnachtlichen Melodien erfreute sie Jung und Alt. Im vergangenen Jahr trat Charlotte Licht noch mit den anderen Kindern und Jugendlichen beim Krippenspiel auf.

Stellvertretend für den erkrankten Pfarrer Bernd Schulz war seine Frau Bärbel vor Ort. Sie dankte Martina Lenzke und den anderen ehrenamtlichen Eltern, die das Stück mit den Kindern in etwa sechs Wochen einstudiert hatten. Sie verlas auch eine Erklärung des Kuseyer Kirchspielrates, in der dieser sich bei den Neuferchauern bedankte. Wegen des Ärgers mit der Kirchenleitung sind die Mitglieder des Kirchspielrates geschlossen von ihren Ämtern als Kirchenälteste zurückgetreten. Trotzdem bleiben sie der Kirche erhalten und machen diese Tätigkeit ehrenamtlich weiter.

Von Wolfram Weber

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