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Stromverbrauch beim Martinimarkt wird individuell abgerechnet

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Von: Monika Schmidt, Birgit Stephani

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Die LIchter des Martinimarktes soll es – trotz Energiekrise – auch in diesem Jahr geben. Die Schausteller werden aber um Augenmaß gebeten.
Der Rummelbummel am Abend lebt von den bunten Lichtern an den Fahrgeschäften. © Monika Schmidt

Klötze – Wenn es keine weiteren, kurzfristig angekündigten pandemiebedingten Auflagen gibt, kann der Klötzer Martinimarkt in diesem Jahr Ende Oktober wieder in seiner altbekannten Form gefeiert werden. „Der Altmarkkreis hat die verkehrsrechtliche Planung genehmigt“, hatte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels im Stadtrat mitgeteilt. Auch die Verträge mit den Händlern seien schon geschlossen. Das Sicherheitskonzept für den Rummel ist fast fertig. Die Stadt, der Altmarkkreis und die Polizei sind dabei in enger Abstimmung. „Der Rummel kann nach den bekannten Regeln ablaufen. Es kann höchstens noch kurzfristig Änderungen geben“, machte Uwe Bartels deutlich.

Entbrannt ist bei den Einwohnern derweil eine Diskussion, ob die Energiesparforderungen der Regierung und der Stromverbrauch der Fahrgeschäfte zusammenpassen. „Jeder Schausteller bezahlt seinen Stromverbrauch“, informiert auf AZ-Nachfrage Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps. Es werden separate Verträge für jeden geschlossen. Er gehe davon aus, dass auch die Schausteller ein Interesse daran haben, die Stromkosten nicht zu sehr in die Höhe zu treiben. Aber dennoch ist ein Rummel ohne die abendliche Beleuchtung nicht angedacht. Die Stadt setzt deshalb auch auf die Vernunft der Händler. Bürgermeister Uwe Bartels wird beim traditionellen Treffen der Schausteller mit der Stadt vor der Eröffnung sicherlich darauf hinweisen, welche Möglichkeiten es aus Sicht der Klötzer Verwaltung zum Energiesparen gibt. So sollte zum Beispiel außerhalb der Öffnungszeiten die Beleuchtung der Fahrgeschäfte und die in den Versorgungsbereichen abgeschaltet werden, regte Matthias Reps an. „Das liegt aber auch im Eigeninteresse der Schausteller.“

Die Stadt Klötze geht dabei – gezwungenermaßen – mit gutem Beispiel voran. So wurde die Beleuchtung an der Eiche im Kreisel an der Bahnhofstraße abgeschaltet. Das war eine Maßnahme, die sich relativ einfach umsetzen ließ und damit den Forderungen der Regierung, auf „Spaßbeleuchtung“ zu verzichten, nachkommt. Andere Beleuchtungen öffentlicher Gebäude oder Denkmäler gibt es seitens der Stadt in Klötze nicht.

In diesem Jahr findet der Klötzer Martinimarkt vom 20. bis zum 24. Oktober statt. Das sei nicht das traditionelle Wochenende, beschwerte sich Stadtratsmitglied Stefan Thodte. „Ich finde es gut, dass wieder Martinimarkt ist“, sagte er. „Aber er kommt eine Woche zu früh“, so Thodte weiter. Er erinnerte daran, dass der kleine Markt auf dem Kurhausparkplatz im vergangenen Jahr doch auch am letzten Oktoberwochenende stattfinden konnte und am Reformationstag geöffnet war. „Martinimarkt ist am letzten Oktoberwochenende und nicht am vorletzten“, erinnerte der Klötzer.

Bürgermeister Uwe Bartels erwiderte, dass der kleine Markt im vergangenen Jahr ein Ausweichtermin war, um wenigstens den Kindern während der Corona-Pandemie ein bisschen Freude zu ermöglichen. Für den Martinimarkt gelte, so Uwe Bartels, „wenn der Feiertag ein Montag ist, wird der Markt immer eine Woche vorgezogen“, teilte er als Antwort auf die Anmerkung von Stefan Thodte mit. Im kommenden Jahr, wenn der 31. Oktober auf einen Dienstag fällt, könne der Rummel wieder am letzten Oktoberwochenende stattfinden. Somit würden die Diskussionen, ob am Reformationstag der Rummelbetrieb erlaubt ist oder nicht, zumindest für die Jahre 2022 und 2023 ausfallen.

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