Immekath möchte Anlage weiterhin haben / Interesse besteht auch in Rohrberg

Streitobjekt alte Skaterbahn

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Im Dezember wurde die alte Skaterbahn (Foto) am Klötzer Busbahnhof abgebaut und eingelagert. Was mit der Anlage nun geschehen soll, ist nach wie vor nicht geklärt.

Klötze / Immekath. Zum Streitobjekt entwickelte sich am Mittwochabend im Klötzer Hauptausschuss die alte Skaterbahn.

Vor Weihnachten wurden die Teile vom Standort am Busbahnhof abgebaut und bei der Stadtwirtschaft eingelagert, berichtete Bürgermeister Matthias Mann den Hauptausschussmitgliedern. Nun müsse überlegt werden, was damit geschehen soll.

„Es gibt noch keine weiteren Überlegungen“, betonte Mann und rief damit den Immekather Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Zeitz (UWG) auf den Plan. Er hatte schon mehrfach beantragt, die alte Bahn in Immekath aufzubauen – und war damit nicht unbedingt auf offene Ohren bei Verwaltung und Stadtrat gestoßen. Doch Hans-Jürgen Zeitz bleibt hartnäckig. „Immekath war der einzige, der sich für die Bahn beworben hat und blieb auch nach Verlängerung der Bewerbungsfrist der einzige. Ich verstehe nicht, warum es immer noch nicht klar ist, wo die Bahn hingeht“, wunderte sich Zeitz am Mittwochabend. Als „Bewerbungsfrist“ mochte der Klötzer Bürgermeister seine Informationen aber nicht ausgelegt haben. Er hätte nur informiert, dass der Stadt ein Angebot vorläge, um die Bahn zu verkaufen und darüber entschieden werden sollte, erinnerte Mann. Und er machte auf die Kosten für den Aufbau aufmerksam: 15 000 bis 20 000 Euro seien nötig, um einen passenden Untergrund für die Teile aus Stahl und Beton zu schaffen. „Wenn der Stadtrat das will, muss das Geld in den Haushalt eingestellt werden“, erklärte Matthias Mann.

Das wiederum rief Henry Hartmann (CDU) auf den Plan. Er erinnerte daran, dass an der Sekundarschule eine neue Bahn mit der Begründung gebaut worden sei, dass die Teile der alten Bahn nicht mehr verwendet werden können. „Ich verstehe die Sache nicht“, so Henry Hartmann. „Sind wir denn da verarscht worden?“, regte er sich auf. „Es war nie die Rede davon, dass die alte Bahn Schrott ist“, entgegnete wiederum Hans-Jürgen Zeitz.

Matthias Mann versuchte, die Wogen zu glätten. Er regte an, dass sich die Ortsbürgermeister, wenn sie in der kommenden Woche über die Prioritäten für 2014 unter sich debattieren, das Thema beraten. Wenn die Mehrheitsmeinung für einen Wiederaufbau ist, könnte die Skaterbahn auf der Spielplatz-Prioritätenliste eingeordnet werden. Dann wäre das Budget von 20 000 Euro allerdings auch schon erschöpft, blickte der Bürgermeister voraus. Die Kosten seien bislang aber reine Mutmaßungen aus den Erfahrungen der Ausschreibung der neuen Bahn. „Das Preisintensivste ist nicht das, was oben ist, sondern der Unterbau“, machte Mann deutlich. Eventuell könnte auch ein Fachmann rangeholt werden, der den Zustand der alten Anlage begutachtet, wenn die Stadträte für einen Wiederaufbau sind. „Die Diskussion bringt jetzt nichts, das ist eine rein finanzielle Entscheidung“, verschob Mann am Mittwoch die Debatte.

Wie das Stadtpberhaupt gestern auf AZ-Nachfrage informierte, habe es bezüglich der alten Skaterbahn eine Anfrage vom Bürgermeister der Gemeinde Rohrberg gegeben. „Über Geld wurde bislang aber noch nicht gesprochen“, so Mann.

Von Monika Schmidt

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