Nur stillgelegt – nicht entwidmet

Schranken und Andreas-Kreuz verweisen am Ziss auf den Bahnübergang. Doch eine Bahn kann nicht mehr kommen.

Klötze - Von Peter Lieske. Der Bahnübergang am Ziss zwischen Klötze und Kusey sorgt für Kopfschütteln. Obwohl beiderseitig die Schienen abgebaut sind, stehen immer noch die Schranken. Und vor allem holpert es dort tüchtig, weil im Bahnübergang das alte Gleis noch liegt. Nun gab es ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn.

Lediglich auf eine unebene Fahrbahn wird vor dem Bahnübergang am Ziss zwischen Klötze und Kusey mit einem Schild hingewiesen. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit beträgt 70 km/h. Die Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzung hat so manchen Autofahrer gewundert, lässt der holprige Bahnübergang diese eigentlich nicht zu.

Im Juni hatte das Verkehrsministerium darauf verwiesen, dass die neue Beschilderung im Ergebnis einer Verkehrsschau festgelegt wurde. An der hatten Vertreter des Landesverwaltungsamtes, der Polizei, der Verkehrsbehörde des Altmarkkreises und der Straßenbauverwaltung teilgenommen (wir berichteten). Nicht dabei war hingegen ein Vertreter der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), die die Bahnstrecke von Salzwedel nach Oebisfelde gepachtet hatte. Die DRE hätte aber laut gesetzlicher Regelung informiert werden müssen. Das habe DRE-Geschäftsführer Gerhard J. Curth in einem Gespräch mit Bürgermeister Matthias Mann im Klötzer Rathaus festgestellt, wie dieser im AZ-Gespräch sagte. Da die Bahnstrecke zwar stillgelegt, jedoch nicht entwidmet ist, sei die DRE zur Hälfte für den Kreuzungsbereich verantwortlich.

In diesem Gespräch verständigten sich der Bürgermeister und der DRE-Geschäftsführer auf einen gemeinsamen Termin, zu dem auch der Altmarkkreis und der Landesbaubetrieb geladen werden sollen. Vor Ort soll geklärt werden, was kurzfristig machbar ist, berichtete Matthias Mann weiter. So habe Gerhard J. Curth signalisiert, dass das Überziehen des Bahnüberganges mit Bitumen möglich sei.

Gleiches betrifft weitere Bahnübergänge in der Stadt Klötze, wie der in Kusey, so Matthias Mann.

Mit dem Bahnübergang in Klötze in Richtung Immekath verhält es sich anders. Da das Bahngelände in Klötze noch genutzt werden soll, müssten die Schienen auf dem Bahnübergang bleiben. Allerdings müssten dort selbstverständlich notwendige Reparaturen vorgenommen werden.

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