Digitales Lernen muss verbessert werden

Kraskowski kritisiert den Bildungsminister

Ein Screenshot vom Bildungsserver des Landes Sachsen-Anhalt zeigt die Anfangsseite der Emu-Cloud.
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Die Emu-Cloud auf dem Bildungsserver des Landes Sachsen-Anhalt ist schwer zu erreichen. Am besten funktioniert das Einloggen in der Nacht.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Nach über einem Jahr Corona-Pandemie funktioniert der Bildungsserver des Landes Sachsen-Anhalt immer noch nicht richtig. Das bringt Schüler und Lehrer zur Verzweiflung. Frank Kraskowski, Ortsbürgermeister von Steimke, sieht die Schuld beim Bildungsminister.

Steimke – „Unsere Grundschule macht mehr als die meisten“, lobte der Steimker Ortsbürgermeister Frank Kraskowski das Engagement der Kunrauer Lehrkräfte während des Homeschoolings. Es gebe sogar Videokonferenzen. „Ich bin grundsätzlich vom Bildungsminister enttäuscht. Das ist eine glatte Sechs. Setzen. Das Jahr wiederholen“, ärgerte sich Frank Kraskowski, der für die Freien Wähler für den Landtag kandidiert, über die Erfahrungen der vergangenen Monate. Nach dem Ausbrechen der Pandemie im vorigen Frühjahr sei ein ganzes Jahr Zeit gewesen, „das digitale Schulleben zu organisieren“, erinnerte der Steimker. Aber schon das Einloggen in die Emu-Cloud auf dem Bildungsserver des Landes funktioniere in der Regel nicht. „Das ist nicht die Schuld der Schule, sondern des Ministers“, betonte der Steimker. Frank Kraskowski sieht die Kommunen und den Landkreis in der Pflicht, auf das Land Druck auszuüben, um die Situation zu verbessern. „Das müsste von Stadt und Kreis ganz oben thematisiert werden“, fordert der Steimker Ortsbürgermeister. Seiner Ansicht nach gehöre das Thema auch in den Klötzer Stadtrat. „Wie ist die weitere Planung der Stadt?“, wollte Frank Kraskowski deshalb im Hauptausschuss wissen. Denn zumindest bei den Grundschulen ist die Kommune für die sächliche Ausstattung der Einrichtungen zuständig. „So wie es jetzt ist, kann man es Eltern und Schülern nicht zumuten“, sagte der Steimker.

„Für den pädagogischen Teil ist das Land verantwortlich“, antwortete Hauptamtsleiter Matthias Reps. Die Stadt habe keinen Einfluss darauf, wie die Lehrer das digitale Lernen ein- und umsetzen. „Die Kommunen müssen den Druck aufs Land erhöhen und diesem Druck müsste der Stadtrat eine Stimme geben“, wünschte sich Frank Kraskowski.

Tipp: Kreiselternrat kontaktieren

Raimund Punke, Klötzer Ortsbürgermeister, sah das Problem eher bei der fehlenden Internetgeschwindigkeit, die das digitale Lernen erschwere. „Aber der Stadtrat kann nicht schnelles Internet für alle besorgen“, erklärte Punke. Die Region sei dafür einfach noch nicht aufgestellt. „Wir als Stadtrat können da wenig machen.“ Alexander Kleine räumte ein, dass die Kritik berechtigt sei. Er empfahl, dass sich die Eltern an den Kreiselternrat wenden sollten, der dann die Kritik an die Landesschulbehörde weitergeben könne.

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