„Da ist die Stadt in der Pflicht“

Steimker Ortsbürgermeister will Spielplatz-Sand selbst tauschen

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Viel Sand ist nicht mehr übrig auf dem Steimker Spielplatz und ganz sauber ist er auch nicht mehr: Die Ortschaftsräte waren sich aber nicht einig, wer für den Austausch des Sandes zuständig ist.

Steimke – Der Sand auf dem öffentlichen Spielplatz in Steimke müsste dringend ausgetauscht werden. Darüber sind sich die Ortschaftsräte und die Einwohner einig.

„Ich möchte da auch nicht spielen“, räumte Ortsbürgermeister Frank Kraskowski bei der jüngsten Zusammenkunft des Ortschaftsrates ein.

Der Sand stammt noch aus dem Jahr 2007 und ist entsprechend verbraucht. Der Ortsbürgermeister möchte nicht länger darauf warten, dass die Stadt Klötze den Austausch übernimmt. Das dauert ihm zu lange. Stattdessen will Frank Kraskowski jetzt selbst aktiv werden, kündigte er an. „Ich bin es leid, das jedes Jahr wieder in der Stadt anzusprechen. Ich bestelle den Sand jetzt einfach“, so Kraskowski zu den Ortschaftsräten.

Im Kindergarten hätten die Eltern gezeigt, dass mit Eigeninitiative die Verteilung übernommen werden kann. „Mich wundert, dass der TÜV den Sand noch nicht bemängelt hat“, wunderte sich der Ortsbürgermeister weiter. Großen Fallschutz biete er nicht mehr.

Auf ungeteilte Zustimmung stieß sein Vorschlag im Steimker Ortschaftsrat allerdings nicht. Die Einwohner sorgten sich, dass diese Arbeit nicht ehrenamtlich gemacht werden kann. Auch Ratsmitglied Undine Wernicke erklärte, dass dies eine Aufgabe sei, die von der Stadt übernommen werden müsse. „Ich bin der Meinung, dass da die Stadt in der Pflicht ist“, erklärte sie.

VON MONIKA SCHMIDT

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