Empörte Einwohner

Steimke: Briefkasten verschlossen und versiegelt

Ein gelber Briefkasten der Post mit unlesbarer Aufschrift und einem Klebeband verschlossen.
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Der Postkasten in Steimke war nicht nur dreckig, sondern auch mit Klebeband und einem Postsiegel verschlossen.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Mehr als 14 Tage konnten die Einwohner von Steimke keine Post in den einzigen Briefkasten im Ort einwerfen. Niemand wusste, warum der gelbe Kasten versperrt und versiegelt war. Erst als die Altmark-Zeitung nachhakte, gab es Auskunft.

Steimke – „Das geht doch nicht. Die können doch nicht einfach den Postkasten zumachen und niemandem Bescheid sagen.“ Die Steimker Einwohner waren empört. Und dieser Empörung machten sie am Dienstag bei der Ortschaftsratssitzung im Saal ordentlich Luft. Der gelbe Postkasten an der Ohre ist seit etwa 14 Tagen mit einem Klebeband „versiegelt“. Das Einwerfen von Post ist nicht möglich. Wer einen Brief verschicken wollte, musste mit diesem nach Jahrstedt oder Brome fahren, wo die Postkästen noch in Betrieb sind. „Oder sollen wir eine Brieftaube nehmen?“, wurde sarkastisch nachgefragt. Informationen zu dem Sachverhalt hatte es für die Steimker nicht gegeben – und das ärgerte die Einwohner besonders.

Keine Informationen von der Post

Verärgert war über die fehlende Information auch Ortsbürgermeister Frank Kraskowski, der im Vorfeld der Sitzung versucht hatte, einen Zuständigen zu erreichen. „Ich warte noch auf eine Rückmeldung“, teilte er den Einwohnern mit. Da die Steimker das Klebeband über dem Einwurfschlitz als offizielles Siegel ausgemacht hatten, vermuteten sie nun, dass die Schließung des Postkastens „etwas mit Corona“ zu tun habe.

Auf Nachfrage der Altmark-Zeitung klärte Anke Blenn, die Pressesprecherin der Deutschen Post, auf. Sie teilte mit, dass der betreffende Briefkasten „kurzfristig aufgrund einer Beschädigung außer Betrieb genommen werden musste“. Am Mittwoch sei ein Techniker der Deutschen Post vor Ort gewesen und hat den Briefkasten wieder instandgesetzt – und diesen auch gereinigt.

Entschuldigung für die Einschränkungen

Die Einlieferung von Briefen ist seitdem in Steimke wieder ohne Einschränkungen möglich, teilt die Pressesprecherin weiter mit. „Für die zwischenzeitlichen Einschränkungen bitten wir unsere Kunden um Entschuldigung“, sagt Anke Blenn abschließend.

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