Zweisprachige Hinweisschilder

Steimke: Kein Weg zu Paradiesfrucht

Ein Schild in Steimke mit dem Hinweis, dass es durch den Ort keinen Weg zur Firma Paradiesfrucht in Immekath gibt.
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„Kein Weg zu Paradiesfrucht“ steht auf den kleinen Hinweisschildern im Steimker Ortskern.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Lkw, die sich auf dem Kopfsteinpflaster im Ortskern von Steimke festgefahren haben, soll es künftig nicht mehr geben. Deshalb wurden zweisprachige Schilder aufgestellt, die erklären, dass es durch den Ort keinen Weg zur Firma Paradiesfrucht in Immekath gibt.

Steimke – Wenn Lkw-Fahrer auf der Suche nach der kürzesten Route sind, sind sie manchmal erfinderisch. Das bekommen derzeit die Einwohner von Steimke zu spüren. Dort wurden nun sogar zweisprachige Hinweisschilder aufgestellt, die Lkw-Fahrern erklären, dass es keinen Weg durch den Steimker Ortskern in Richtung Immekath zur Firma Paradiesfrucht gibt.

Die Navis und auch die Satellitenbilder auf Google Maps lassen etwas anderes vermuten. Denn zwischen Steimke und Immekath gibt es ein gut ausgebautes Netz von betonierten und breiten Landwirtschaftswegen. Diese sind aber der Landwirtschaft vorbehalten und nicht dem Lkw-Verkehr. Schwere Fahrzeuge, die deshalb auf dem Steimker Kopfsteinpflaster umdrehen mussten, haben bereits an den Bordsteinen und Straßenrandbereichen ihre Spuren hinterlassen.

Zweisprachige Hinweisschilder

Steimkes Ortsbürgermeister Frank Kraskowski nahm das zum Anlass, um schnell zu handeln. Bei der Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend bedankte er sich bei den Mitarbeitern der Kötzer Stadtwirtschaft, mit denen zusammen er kurzfristig zweisprachige Schilder organisiert und aufgestellt hat. Sie erklären den Lkw-Fahrern auf Deutsch und auf Englisch, dass es im Steimker Ortskern „keinen Weg zu Paradiesfrucht“ gibt. „Die Lkw sollen sich nicht mehr im Ort festfahren“, so seine Begründung für die kurzfristige Aktion. Von den Einwohnern bekam er dafür die volle Zustimmung. Auch sie hatten ihrem Unmut über den Lkw-Verkehr schon Luft gemacht.

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