Reparaturarbeiten am Steg zur Orchideenwiese: „Es muss etliche Jahre halten“

Steg zur Klötzer Orchideenwiese erhält zu Ostern neuen Handlauf

Der Klötzer Jürgen Lemke arbeitet am neuen Handlauf
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Der Klötzer Jürgen Lemke arbeitet am neuen Handlauf für den Steg zur Orchideenwiese in Klötze

An der 2014 erbauten Aussichtsplattform an der Orchideenwiese im Klötzer Forst werden Reparaturarbeiten vorgenommen. Unter anderem erneuert dabei der Klötzer Jürgen Lemke den Handlauf auf dem Steg. 

Klötze – Etwas versteckt, aber gut ausgeschildert, hinter dem Klötzer Waldbad liegt ein beliebtes Ausflugsziel im Klötzer Forst: die Orchideenwiese. Dort können die Besucher tausende Pflanzen des Breitblättrigen Knabenkrautes bestaunen, die in der Regel von Mai bis Juni blühen. Seit 2014 gibt es dort auch einen Steg mit einer Aussichtsplattform, der von Jürgen Lemke in dieser Woche repariert wurde.

Für den Klötzer Rentner ist es gestern bereits der dritte Tag, an dem er am maroden Steg an der Orchideenwiese arbeitet. Seit über 20 Jahren betreut er die Orchideenwiese jetzt schon. „Am liebsten würde ich gerne alles neu machen“, erzählt er. Doch das ist vor allem aus finanziellen Gründen nicht umsetzbar (AZ berichtete). Deswegen kann aktuell nur der Handlauf repariert und ausgebessert werden, damit die Besucher zu Ostern die Aussicht auf die Orchideenwiese im vollen Umfang genießen können.

Das verwendete Holz ist marode geworden

„Die Leute sollen nicht der Gefahr ausgesetzt werden, dass der Steg zusammenbrechen könnte“, merkt der Klötzer an, der sich ehrenamtlich um das Kleinod kümmert.

Mit den Jahren ist das für den Handlauf verwendete Kiefernholz marode geworden und hat angefangen zu faulen. Für den neuen Handlauf soll „vernünftiges Holz, was etliche Jahre halten muss, verwendet werden“, sagt Jürgen Lemke. Mit dem gleichen Holz hat er schon 2017 die kleine Brücke, die über die Moorwaldsenke zur Wiese führt, neu gebaut. Bis lang brauchte sie keine Reparaturen.

Wenn es nach Jürgen Lemke gegangen wäre, hätte der gesamte Steg an einer anderen Stelle auf der Wiese gebaut werden sollen. Da es an seinem aktuellen Standort ein Wasserloch gibt, was für die Haltbarkeit des Holzes nicht förderlich ist, wie der Klötzer festgestellt hat.

„Am Ende soll es auch vernünftig aussehen“

Beim Bau des Stegs im Jahr 2014 seien außerdem zu lange Schrauben verwendet worden, die Jürgen Lemke für die Reparatur des Handlaufs alle entfernen musste und auch wieder erneuert hat. „Am Ende soll es auch vernünftig aussehen“, erklärt Jürgen Lemke, während er am Handlauf weiterarbeitet. Wann er genau mit den Arbeiten fertig ist, kann er aber noch nicht sagen: „Kann sein, dass ich noch den ganzen heutigen Tag brauche.“ Für seine Reparatur hat der Klötzer von der Stadtverwaltung nicht nur die Unterstützung der Stadtwirtschaft bekommen, sondern auch eine finanzielle Zusage für die Materialkosten.

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