Baugenehmigung liegt vor

Start für den Kuseyer Kita-Neubau rückt näher

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Von dem alten Schuppen auf dem Kuseyer Sportplatz ist nur ein Haufen Holzreste übrig-geblieben. Der Baustrom liegt, am 4. November soll der Kita-Bau starten.

Klötze / Kusey – Die genauen Kosten für den Neubau der Kuseyer Kindertagesstätte stehen erst in 14 Tagen fest. Darüber informierte Planer Matthias Lofing die Klötzer Stadträte.

Dann ist die Planung endgültig abgeschlossen und alle Wünsche und Auflagen, die mit der Baugenehmigung verbunden sind, sind eingearbeitet. Der Planer deutete an, dass die bislang im Haushalt veranschlagten 2,8 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme nicht reichen werden. So ist unter anderem gegenüber der ursprünglichen Planung noch eine von der Stadt gewünschte Terrassenüberdachung nachträglich in das Projekt einbezogen worden, informierte er.

Planer Matthias Lofing informierte die Stadträte, dass die Baugenehmigung für die neue Kuseyer Kita vorliegt.

Lofing konnte den Stadträten außerdem berichten, dass seit der vergangenen Woche die Baugenehmigung für das Vorhaben vorliegt. Damit kann die Umsetzung mit Riesenschritten in Angriff genommen werden. Geplant ist der Baubeginn ab dem 4. November. Die Verwaltung kündigte im Stadtrat an, dass es einen offiziellen „ersten Spatenstich“ als Startschuss für das Großprojekt geben wird. Der Termin hängt davon ab, wie die zuvor notwendigen Abholzungen auf dem Gelände vorangehen. Matthias Lofing erinnerte, dass die Abholzung eigentlich bis zum Ende des Monats abgeschlossen sein sollte. Wenn die Baufreiheit hergestellt ist, kann mit dem Rohbau begonnen werden.

Für den Rohbau soll – so der Zeitplan – noch in diesem Jahr das Fundament fertiggestellt werden, kündigte Matthias Lofing weiter an. Nach der Winterpause sollen die Arbeiten ab April weitergehen. Ziel ist es, die komplett neue Kindertagesstätte im Mai 2021 in Betrieb zu nehmen. Dazu darf es aber bei den Ausschreibungen und Auftragsvergaben keine Verzögerungen oder Schwierigkeiten geben, hatte Lofing schon im Kuseyer Ortschaftsrat aufmerksam gemacht.

Die neue Kindertagesstätte in Kusey, die auf dem Gelände des früheren Sportplatzes entsteht, bietet 106 Kindern Platz. Davon können 39 in der Krippe und 67 im Kindergarten betreut werden. Sie bekommen eine etwas mehr als 1.000 Quadratmeter große ebenerdige Einrichtung mit einem großzügigen Außenbereich.

Nicht Bestandteil des Projektes, so betonte der Planer, ist die notwendige Verlängerung des Lateiner Wegs. Bislang befindet sich das zu bebauende Gelände noch an einem unbefestigten Feldweg. Das soll sich bald ändern, die Stadt lässt die Straße erschließen.

Um den Vorgaben gerecht zu werden, musste die Heizungsanlage noch einmal neu geplant werden. Es soll Erdwärme verwendet werden, informierte Lofing weiter. „Eine Solaranlage hat die Vorgaben zur Energieeinsparung nicht erreicht“, erklärte er. Auf Nachfrage aus dem Stadtrat informierte der Planer außerdem, dass eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach nicht Bestandteil des Projektes ist. Es werde aber alles vorbereitet, um eine solche Anlage später nachrüsten zu können. „Technisch ist es möglich, ein Raum dafür ist da und die Durchlässe auf dem Dach werden gemacht“, kündigte Matthias Lofing den Stadträten an.

Eine weitere Voraussetzung, damit der Bau bald beginnen kann, war der Abriss des alten Sportgebäudes auf dem Gelände. Dieser ist in der vergangenen Woche erfolgt. Wie der Klötzer Hauptamtsleiter Matthias Reps in Vertretung des Bürgermeisters auf AZ-Anfrage erläuterte, haben dabei die Kuseyer Vereine einen großen Anteil geleistet. „Der Vorschlag zur Mithilfe der Vereine ist beim TSV Kusey gut angekommen und weitergeleitet worden“, berichtete Matthias Reps der AZ. Auch der neue Ortsbürgermeister Norbert Nieder habe es „gut kommuniziert“, dass die Unterstützung der Vereine bei der Aufgabe hilfreich sei. „Am Ende haben alle etwas davon“, ist sich der Hauptamtsleiter sicher. Er sprach ein großes Lob an die Beteiligten aus. „Das haben die Kuseyer wirklich gut hinbekommen.“

In dem Zusammenhang des Gebäudeabrisses wurde auch ein Baustromkasten auf dem Gelände gesetzt, der ebenfalls Voraussetzung für den Beginn des größten Bauvorhabens der Stadt Klötze zurzeit ist.

VON MONIKA SCHMIDT

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