Eichenprozessionsspinner-Gefährdung ist für dieses Jahr noch nicht ausgestanden

Klötze: Bei starkem Spinner-Befall greift die Stadt nochmal ein

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Im Bereich der Hohenhenninger Milchviehanlage waren die Bäume komplett kahl gefressen und schlagen gerade ein zweites Mal aus. Die Raupen sind aber noch nicht satt und fressen weiter. Gesundheitsbeeinträchtigungen werden befürchtet.

Klötze – Die Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner sind für dieses Jahr noch nicht ausgestanden. So war der immer noch starke Befall der Bäume bereits in mehreren Ortschaftsratssitzungen in der vergangenen Woche Thema.

Matthias Lühmann machte im Ortschaftsrat Neuendorf auf Probleme mit dem Schädling. aufmerksam. Vor allem die Bäume an der Milchviehanlage in Hohenhenningen seien in diesem Jahr stark betroffen, berichtete er. „Die sind komplett kahl gefressen. “ In den anderen Jahren waren die Bäume meist nur im oberen Bereich befallen, so dass die Gefahr gar nicht so groß aufgefallen war. Inzwischen schlagen die Eichen ein zweites Mal aus, die Raupen seien aber immer noch in den Bäumen unterwegs.

Auch im Kuseyer Ortschaftsrat war der Eichenprozessionsspinner ein Thema. Florian Dörwald sprach an, dass kurzfristig etwas am Mareitzweg in Röwitz passieren müsse. Der Befall der Eichen vor den Wohnhäusern sei unerträglich, da die Raupen seit einer Bekämpfung von den Bäumen in Richtung der Wohnhäuser weitergewandert seien. Gordon Strathausen, der als Vertreter der Stadt an der Sitzung teilnahm, sagte zu, dass es bereits am nächsten Tag einen Ortstermin geben werde.

Auch am Drömlingsrand mit seinem großen Eichenbestand sind die Raupen mit ihren gefährlichen Haaren, die Allergien und Juckreiz auslösen können, noch aktiv. So wurden zwar vor dem Schlossfest im Kunrauer Park die Bäume abgesaugt, trotzdem gab es beim Fest einige Klagen von Besuchern, denen die feinen Häarchen zu schaffen machten.

Auf Nachfrage teilte die Stadt Klötze mit, dass bei starkem Auftreten des Eichenprozessionsspinners im öffentlichen Bereich durch die Stadt über die entsprechenden Firmen auch weiterhin Maßnahmen ergriffen werden. „Beim Auftreten im privaten Bereich sind jedoch die Grundstückseigentümer zuständig“, betont Bürgermeister Uwe Bartels auf AZ-Anfrage weiter.  mm/ww

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