Standortfrage intensiv debattiert

Vom alten Standort an der Klötzer Straße mussten die Glascontainer verschwinden, da sie dort auf einer Privatfläche standen.

Klötze - Von Monika Schmidt. Die Glascontainer in Schwiesau sind umgezogen. Einen neuen Standort zu finden, war aber gar nicht so einfach. Nicht nur, dass sich Ortsbürgermeister Helmut Fuchs für jede der vorgeschlagenen Varianten viel Kritik aus dem Ort anhören musste, auch im Ortschaftsrat wurde das Thema intensiv debattiert.

Das Problem leuchtete allen ein: Bislang standen die Glascontainer an der Klötzer Straße auf einer privaten Fläche. Die Eigentümer hatten die Gemeinde aufgefordert, die Container umsetzen zu lassen. Das war gar nicht einfach, berichtete Helmut Fuchs seinem Ortschaftsrat.

Wegen des langen Winters hatten die Container nicht geleert werden können. Und nun waren sie zu schwer, so dass das Entleerungsfahrzeug beim ersten Versuch unverrichteter Dinge wieder abrücken musste. Schon bei dieser Aktion hätten die Container eigentlich umgesetzt werden sollen, informierte Helmut Fuchs weiter. Er hatte als neuen Standort die Fläche vor dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus ausgesucht. Der Vorteil: Die Fläche ist gepflastert und liegt zentral im Ort, so dass die Container weiterhin für alle Einwohner gut zu erreichen sind. Denn gemeindeeigene Flächen gibt es in Schwiesau nicht all zu viele. Und der Vorschlag, die Container am Ortsausgang Richtung Breitenfeld am Oxidationsteich aufzustellen, wurde wegen der Entfernung zum Ortskern schnell wieder verworfen. Mit dem Standort vor den alten Feuerwehrgaragen waren nun aber die Feuerwehrleute überhaupt nicht einverstanden, erfuhr der Ortsbürgermeister bei einer Dienstversammlung. Die Schwiesauer Wehr benötige die Garagen unbedingt, sie könnten nicht zugebaut werden. Eine Ansicht, die der Bürgermeister so nicht teilte. Zum einen hatte während des Dorfgemeinschaftshausanbaus der alte Wasserwagen ebenfalls wochenlang vor den Garagen gestanden, ohne dass er die Wehr gestört hatte, und zum anderen sollte die Feuerwehr ihre Materialien eigentlich im neuen Gerätehaus lagern, erinnerte Helmut Fuchs. Am Abend der Ortschaftsratssitzung scheiterte eine spontane Besichtigung der Garagen am fehlenden Schlüssel. „Ich weiß, was in den Garagen ist“, sagte Helmut Fuchs. Seiner Ansicht nach spreche nichts dagegen, die Glascontainer vor der alten Feuerwehr abzustellen. Die Garage, in der der Schlauchwagen untergestellt ist, bleibe schließlich frei.

Und so kam es inzwischen auch: Die Glascontainer wurden umgesetzt und sind am neuen Standort vor dem alten Gerätehaus für alle Einwohner gut zu erreichen.

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