Stadtverwaltung fordert 50-prozentige Betriebskostenbeteiligung in den Sporthallen

Sportvereine sollen mehr zahlen

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Der 1. FC Oebisfelde leistet viel in der Jugendarbeit. Nun schlägt die Verwaltung vor, die Betriebskostenbeteiligung für die Sporthallen von 30 auf 50 Prozent anzuheben.

Oebisfelde. „Damit können wir leben." Mit dieser Aussage des1. FC Oebisfelde-Vorsitzenden Matthias Polep endete im vorigen Jahr eine hitzige Debatte über die Benutzungs- und Entgeltordnung der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, die im Dezember beschlossen wurde.

Um die Satzung, die alle Nutzer städtischer Gebäude und Plätze an den Kosten beteiligt, hatten die Kommunalpolitiker mehr als ein halbes Jahr lang gerungen. Nun kommen auf die Sportvereine weitere Kosten zu.

„Des Weiteren muss die prozentuale Höhe der Betriebskostenbeteiligung an den Sportstätten erhöht werden, um das immense Defizit zu reduzieren. Die Verwaltung schlägt eine Beteiligung in Höhe von 50 Prozent vor“, heißt es am Ende der Verwaltungsvorlage zum Hauptausschuss am Montagabend. Bislang zahlen die Sportvereine 30 Prozent der Betriebskosten von der Heizung bis zum Hausmeister.

Die Erhöhung ist Teil einer Korrektur zur Anlage der Benutzungs- und Entgeltordnung. Dabei geht es um Einrichtungen, die bislang in der Auflistung fehlten, wie etwa die Festscheune Lockstedt, und die Einhaltung des Gleichheitsgrundsatzes. Bereits am Montag beschlossen: der Abrechnungszeitraum, der vom 31. August bis zum 31. Dezember verlängert wurde, um ab 2014 nach Kalenderjahren rechnen zu können.

Bürgermeisterin Silke Wolf wies im Hauptausschuss noch einmal auf die angespannte Haushaltslage in den Jahren 2014 bis 2016 hin. Über die Betriebskostenbeteiligung soll zunächst nichtöffentlich beraten werden. „Das bringt nur unnötige Emotionen“, meinte Stadtrat Dr. Bernd Schuster (SPD). Bevor der Stadtrat die geänderte Benutzungs- und Entgeltsatzung am 20. November beschließen kann, müssen auch die Ortschaftsräte gehört werden.

In der Debatte um die Satzung hatte der 1. Fußballclub Oebisfelde die Kommunalpolitiker im vorigen Jahr zu einem Gespräch eingeladen und auch im Stadtrat seine Sorgen vorgetragen. Vorsitzender Polep hatte darauf hingewiesen, dass ein wesentlicher Teil der Vereinstätigkeit im Bereich der Jugendarbeit liegt.

Von Gerhard Sternitzke

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