1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Klötze

Friedensangebote von Bürgermeister und Stadträten

Erstellt:

Von: Monika Schmidt

Kommentare

zwei Männer sitzen nebeneinander
Setzen auf ein künftiges Miteinander: Der Klötzer Stadtratsvorsitzende Klaus Ewertowski und Bürgermeister Uwe Bartels. © Monika Schmidt

Mehr miteinander sprechen und den Stadtrat eher in Entscheidungen einbeziehen, mit diesem Friedensangebot wollen Bürgermeister und Stadträte in Klötze künftig zum Wohle der Stadt stärker an einem Strang ziehen.

Klötze – Vor der Versöhnung gab es noch einmal das große Säbelrasseln: Während die Stadträte auf Antrag von SPD- und CDU-Fraktion prüfen lassen, ob sie gegen Stadt-Bürgermeister Uwe Bartels ein Disziplinarverfahren einleiten können, hatte der Bürgermeister in derselben Sitzung zurückgeschossen: „Von der Ermahnung bis zum Bußgeld ist alles drin“, erklärte Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch zu möglichen Strafen bei einem Ordnungswidrigkeitsverfahren. Er hatte im nichtöffentlichen Teil des November-Stadtrates die Mitglieder des Gremiums noch einmal sehr deutlich an ihre Pflichten erinnert. Vor allem, dass das, was nichtöffentlich besprochen wird, auch nichtöffentlich bleiben soll. Einzig der Bürgermeister ist befugt, aus dem nichtöffentlichen Teil zu informieren. Da dies in der jüngsten Vergangenheit nicht immer funktionierte, hatte Uwe Bartels den Tagesordnungspunkt aufgenommen. Am Tag nach der Sitzung war dann das deutliche Bemühen um eine Annäherung beider Seiten zu spüren. Der gegenseitige Wille, in Zukunft besser miteinander umzugehen, ist vorhanden. Das bekräftigten sowohl Bürgermeister Uwe Bartels für die Verwaltung als auch Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski im Pressegespräch. Die Lehren, die aus der Affäre um die beiden mit dem städtischen Geld abgeschlossenen Lebensversicherungen gezogen werden, sind: „Mehr Kommunikation zwischen Stadtrat und Verwaltung“ sowie „eine frühere Beteiligung des Stadtrates an Entscheidungen“, sagte Bürgermeister Uwe Bartels im Gespräch mit der AZ. Und Klaus Ewertowski sicherte zu: „Der gegenseitige Wille ist vorhanden.“ Ein Eindruck, den auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Kleine im AZ-Gespräch bestätigt. „Wir müssen im Interesse aller zum Wohle der Stadt agieren“, so sein Wunsch. Dazu seien „ein stetiger Austausch und Kommunikation zwischen Verwaltung und Stadträten“ nötig. Für die zukünftige Zusammenarbeit zeigt sich Alexander Kleine versöhnlich: „Wir sind alle bereit, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken“, sagt er. Dabei sei der Austausch für beide Seiten wichtig. Dazu dürfe es aber auch „keine Alleingänge“ der Verwaltung mehr geben. Das sichert der Bürgermeister auch in seinem Weihnachtsgrußwort zu. Dort sagt Uwe Bartels: „Einige Entscheidungen wurden in diesem Jahr in der Öffentlichkeit stark diskutiert. Die Verwaltung gesteht ein, dass aus heutiger Sicht Fehler entstanden sind. Dieses Vorgehen hat zu emotional aufgeheizten Diskussionen und Unverständnis geführt. Perspektivisch betrachtet hat man daraus gelernt und wird das politische Gremium bei Entscheidungen künftig eher mit einbeziehen.“

Auch interessant

Kommentare