Eingeschränkter Regelbetrieb: Individuelle Betreuungszeiten für jedes Kind

Stadt setzt auf das Miteinander

Die Kindergalerie an der Klötzer Kita Spatzennest kann wieder abgebaut werden: Ab Dienstag kehren alle Kinder in die Einrichtung zurück und können ihre Freunde wiedertreffen.
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Die Kindergalerie an der Klötzer Kita Spatzennest kann wieder abgebaut werden: Ab Dienstag kehren alle Kinder in die Einrichtung zurück und können ihre Freunde wiedertreffen.

Klötze – Die Stadt Klötze bereitet sich auf die Wiedereröffnung der Kindereinrichtungen vor. Am Dienstag nach Pfingsten sollen wieder alle Krippen- und Kindergartenkinder ihre Einrichtungen besuchen dürfen.

Seit der Einführung der Corona-Beschränkungen war das zunächst nur für die Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, im Rahmen einer Notbetreuung möglich. Nach und nach wurde der Kreis der Kinder, die zurück in die Kita dürfen, vom Land erweitert. Am Pfingstdienstag soll nun der Neustart der Kinderbetreuung vonstattengehen.

Wie genau das aussehen wird, dazu gab es in dieser Woche noch Abstimmungen zwischen dem Landkreis und den Kommunen sowie zwischen der Stadt und den Einrichtungen. Donnerstagnachmittag hatte Hauptamtsleiter Matthias Reps die Kita-Leiterinnen ins Rathaus eingeladen. Dabei wurde besprochen, wie der eingeschränkte Regelbetrieb ab Dienstag funktionieren soll. „Dabei wurden einige Fragen beantwortet, wie das funktionieren soll“, informierte Bürgermeister Uwe Bartels am Abend im Hauptausschuss. „Wir hoffen aber auch auf die weitere Kulanz der Eltern“, betonte er. Denn in einigen Einrichtungen sei es schwierig, die Öffnungszeiten von 6 bis 17 Uhr auch mit Personal abzudecken. „Die psychische Belastung ist für alle, für die Eltern und die Erzieher, sehr hoch“, so Uwe Bartels weiter. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen für die Zusammenarbeit, die sehr gut funktioniert habe. „Wir setzen auf das Miteinander mit den Eltern“, so Bartels weiter.

Verantwortlich für den Personaleinsatz in den Einrichtungen sind die Kita-Leiterinnen. Die Stadt hofft, dass nicht alle Eltern die komplette Betreuungszeit ausnutzen, auch wenn seit Ende April wieder ein Anspruch darauf besteht. „Es gibt Berufe, in denen geht es nicht anders“, erläutert Hauptamtsleiter Matthias Reps. Aber wo die Eltern flexibel sind, wird gebeten, die Kinder entweder später zu bringen oder früher abzuholen. Ein Problem ist auch der Schichtdienst, da die Kinder in festen Gruppen mit festen Erziehern betreut werden sollen, damit im Fall der Fälle nur eine Gruppe zu Hause bleiben und nicht die komplette Kita geschlossen werden muss. „Wir gehen individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen ein“, bekräftigt der Hauptamtsleiter. Die Eltern, vor allem im Schichtdienst, werden gebeten, die Betreuungszeiten für die nächsten Wochen jeweils rechtzeitig bei den Kita-Leiterinnen anzumelden, damit der Personaleinsatz geplant werden kann. „Das hilft allen“, so Uwe Bartels.

Die Kinder werden, wenn sie gebracht werden, gleich in ihren Gruppen betreut. Es gibt keine Sammelgruppen, in denen die Kinder bis zum Beginn der regulären Öffnungszeit betreut werden. Wenn es das Wetter zulässt, so die Verständigung mit den Leiterinnen, sollen sich die Kinder am Morgen und vor dem Abholen am Nachmittag eine Weile im Freien auf den Spielplätzen aufhalten. Auch die Jacken und Taschen werden dann am Nachmittag schon frühzeitig ins Freie gebracht. Eine Maßnahme, um eine mögliche Ansteckung zu verhindern.

Die Verwaltung hofft, dass beim Neustart des Regelbetriebs am Dienstag auch alle Mitarbeiter in den Einrichtungen wieder mit an Bord sind, denn es wird alles Personal gebraucht. Während der Hochzeit der Corona-Beschränkungen waren einige Erzieherinnen, die zu Risikogruppen gehören, im Homeoffice zum Beispiel mit der Erstellung der Portfolios beschäftigt.

VON MONIKA SCHMIDT

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