Neue Beschilderung für den Kuseyer Bahnübergang

Stadt Klötze rudert zurück: 7,5 Tonnen-Schild ist weg

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Wer aus dem Kuseyer Gewerbegebiet über den Bahnübergang fährt, muss das seit dem Wochenende mit reduzierter Geschwindigkeit machen. Dafür ist die Tonnagebeschränkung wieder aufgehoben.

Kusey – Ein kleines Schild mit einer großen Wirkung: Das umstrittene 7,5 Tonnen-Schild an der Zufahrt zum Kuseyer Gewerbegebiet am Köckter Weg ist wieder weg. Die Beschränkung wurde von der Stadt Klötze wieder aufgehoben.

Seit Jahresbeginn war das kleine runde Schild mit der 7,5 darauf „das“ Gesprächsthema in Kusey.

Die Stadtverwaltung hatte die Tonnagebegrenzung aufgestellt, um damit eigentlich einen Wunsch der Kuseyer zu erfüllen: Sie beklagten sich in zahlreichen Ortschaftsratssitzungen über die Geräuschbelästigung, die entsteht, wenn volle, aber besonders wenn leere Anhänger über den Bahnübergang am Gewerbegebiet rumpeln. Keine Ortschaftsratssitzung verging, ohne dass das Thema zur Sprache kam.

Doch das Handeln der Stadt löste genau den gegenteiligen Effekt aus, wie Bürgermeister Uwe Bartels und seine Mitarbeiter ziemlich überrascht feststellen mussten. Denn durch die Tonnage-Begrenzung zogen sie sich den Unmut des Kuseyer Ortschaftsrates und der Gewerbetreibenden zu. Statt sich über das Handeln der Verwaltung zu freuen, standen die Mitarbeiter im Klötzer Rathaus plötzlich bei allen Seiten im Mittelpunkt der Kritik.

Begründet wurde das Schild mit dem Hinweis auf den „maroden Zustand des Bahnübergangs“. Und genau dort, so fordern die Kuseyer Ortschaftsräte nun, müsse angesetzt werden. „Oberstes Ziel muss es bleiben, die Bahnübergänge wegzubekommen“, benannte zum Beispiel Thomas Mann einen Punkt im Wahlprogramm der Wählergruppe „Wir für Kusey“, die sich am Freitagnachmittag vorstellte. Statt Schilder aufzustellen, sollte sich die Stadt bemühen, dass die Bahnübergänge mit Bitumen überzogen werden, wie dies beispielsweise am früheren Bahnübergang Richtung Röwitz geschehen ist.

Immerhin, und das loben die Kuseyer ausdrücklich, hatte sich der Bürgermeister gesprächsbereit gezeigt und zu einer Zusammenkunft in Kusey eingeladen, um über das Thema zu sprechen. Die Ergebnisse wurden prompt umgesetzt: Die Begrenzung auf 7,5 Tonnen ist wieder abgebaut worden.

Stattdessen gibt es für alle Fahrzeuge, die aus dem Gewerbegebiet in Richtung Kuseyer Ortsdurchfahrt unterwegs sind, eine neue Verkehrsregelung: Mit einem Schild wird auf die bevorstehende Unebenheit aufmerksam gemacht und die Geschwindigkeit für alle auf zehn Stundenkilometer reduziert. So soll, bis es eine andere Lösung gibt, die Geräuschbelästigung für die Anlieger minimiert werden.

VON MONIKA SCHMIDT

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