Interessante Exkursion im Naturpark mit Expertin Antje Weber

Auf der Spur der Wölfe

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Etwa 50 Teilnehmer machten sich mit der Diplom-Biologin Antje Weber (r.) auf den Weg, um den Wölfen auf die Spur zu kommen. Dazu erfuhren die Teilnehmer eine Menge über die Tiere, die unter anderem im Klötzer Forst leben.

pi Drömling. Auf die Spuren des Wolfes begaben sich am Sonnabend knapp 50 Teilnehmer einer Exkursion.

Darunter waren Bewohner der Wohnheime Zienau, Mieste und Gardelegen der Lebenshilfe, des Diakoniewerks Wilhelmshof sowie einige Junior-Ranger des Naturparks Drömling gemeinsam mit ihren Betreuern Joachim Weber und Sabine Wieter von der Naturparkverwaltung.

Frische Kotmarkierungen des Wolfes fanden die Teilnehmer bei ihrer Exkursion. Die Proben werden eingeschickt.

Die Wildbiologin Antje Weber vom Wolfskompetenzzentrum Iden wanderte mit den Anwesenden zu einem Wolfsrevier im Klötzer Forst zwischen Quarnebeck und Jeggau. Und tatsächlich fanden die Teilnehmer Trittsiegel und frische Kotmarkierungen von einem Wolf. Vor Ort erklärte Antje Weber den Teilnehmern anhand der Merkmale, woran deutlich zu erkennen ist, dass Wölfe im Gebiet anwesend sind. Der frische Kot wird nun zur genetischen Analyse an das Senkenberg Institut nach Gelmhausen bei Frankfurt am Main geschickt, um verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den einzelnen Wolfsrudeln in Deutschland zu finden. Derzeit gibt es 13 Wolfsrudel in Sachsen-Anhalt, wovon zwei grenzübergreifend sind, erklärte die Biologin.

Das Wolfskompetenzzentrum des Landes in Iden besteht seit einem Jahr. Aufgabe ist es, die Wolfspopulation zu dokumentieren und Lösungsansätze zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu finden. Außerdem führen die Mitarbeiter die Herdenschutzberatung und die Rissbegutachtung durch.

Im Anschluss an die dreistündige Wanderung stärkten sich alle mit Muffins. Eine Überraschung gab es für Tobias Hübner aus dem Lebenshilfe-Wohnheim Zienau. Er hatte sich an der jährlichen Umfrage von Europarc Deutschland beteiligt. Über 200 Freiwillige füllen aus, was ihnen bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit besonders gut gefällt, wie sie sich betreut fühlen und was sie sich für die künftige Tätigkeit wünschen. Aus dem Drömling beteiligten sich über 30 Freiwillige. Unter allen Einsendungen werden Preise verlost. Tobias konnte sich über einen Kasten Bionade freuen.

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