Sprachrohr der älteren Generation

Günter Haase, Vorsitzender des Kreisseniorenrates.

mm KLÖTZE. Der Kreisseniorenrat möchte neue Strukturen aufbauen. Wie diese aussehen sollte, stellte Vorsitzender Günter Haase den Mitgliedern des Klötzer Hauptausschusses vor. Im Vorfeld hatte er bereits ein Gespräch mit Karl-Heinz Kull geführt, bei dem sich beide verständigten, einen Termin im Hauptausschuss und nicht im Stadtrat zu wählen.

„Der Altmarkkreis leidet unter dem demografischen Wandel besonders“, schätzte Günter Haase ein. „Die Bevölkerung wird viel schneller älter als erwartet.“ Um den Älteren eine Vertretung zu bieten, hatte sich vor zehn Jahren der Kreisseniorenrat gebildet. „Wir haben zehn Jahre gebraucht, um einen Status vom Kreistag zu bekommen“, machte der Vorsitzende auf die Ausdauer der Senioren aufmerksam. Erst Ende vergangenen Jahres hatte der Kreistag zugestimmt, einen Kreisseniorenbeirat zu legitimieren. Dieser darf sich in den Fachausschüssen und Kreistagssitzungen zu Wort melden, aber nicht mit abstimmen.

Günter Haase erläuterte seine Vorstellungen zum Aufbau des Beirates: Aus jeder der insgesamt sechs Einheitsgemeinden und Verbandsgemeinden des Altmarkkreises soll ihm ein Mitglied angehören. Dazu soll eine Kreisseniorenvertretung mit fünf Mitgliedern aufgebaut werden. Somit würde der Seniorenbeirat mit elf Mitgliedern die Interessen der Senioren im gesamten Kreis vertreten können. „Wir tragen als Beirat die Anfragen der Senioren an das Kreisparlament heran“, erklärte Günter Haase die Vorgehensweise.

Aufgabe für die Klötzer Stadträte ist es nun, einen Vertreter für das Gremium zu benennen. „Für uns ist es eine große Hilfe, wenn wir aus jeder Einheitsgemeinde ein Rückgrat haben“, betonte er. „Wir sind das Sprachrohr der älteren Generation, aber machen keine Gewerkschaftsarbeit. Wir rufen nicht zum Streik auf“, informierte der Kreisseniorensprecher die Hauptausschusssmitglieder. Er habe bereits mit allen Bürgermeistern des Kreises, bis auf den Bürgermeister von Kalbe, Gespräche geführt und überall offene Ohren für das Vorhaben gefunden, berichtete Günter Haase den Klötzer Abgeordneten.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Matthias Mann wurde das Konzept der Seniorenvertretung für alle Ortsbürgermeister kopiert. Sie sollen es an die Seniorengruppen in ihren Orten weiterreichen. „Das muss von unten wachsen, wir sollten es nicht von oben machen“, wünschte sich Matthias Mann.

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