AZ-Test: Welcher der vier öffentlichen Spielplätze in Klötze bietet das beste Angebot

Auf den Spaßfaktor kommt es an

Der sechsjährige Connor Teschner (vorn) und seine Freunde drehen sich gern auf dem Karussell. Für ältere Kinder sind die Spielgeräte auf dem Platz an der Wasserfahrt nicht ganz so attraktiv.

Klötze. Nicht vor dem Computer hocken, sondern sich draußen bewegen: Das fordern nicht nur Eltern häufig von ihren Kindern. Das ist auch der Wunsch von Erziehern und Wissenschaftlern.

Nur durch viel Bewegung werden beispielsweise die motorischen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen geschult. Und dafür ist nicht viel Aufwand nötig, denn vor jeder Haustür gibt es für die Mädchen und Jungen die Möglichkeit zum Spielen und Toben. Allein vier öffentliche Spielplätze gibt es im Klötzer Innenstadtgebiet. Aber bieten sie auch etwas für die Kinder?.

Die AZ wollte es genau wissen, und hat die Spielplätze unter die Lupe genommen: Welcher ist am spannendsten? Wo gibt es die besten Spielgeräte? Was finden die Grundschüler und Kindergartenkinder nicht so toll? Dies galt es, beim AZ-Spielplatztest in Klötze herauszufinden.

Los geht es mit dem Kinderspielplatz im Wohngebiet an der Wasserfahrt. Rutsche, Wippe und Karussell sind okay, der Sandkasten wirkt schmutzig. Die Spielgeräte sind Standard, nicht besonders attraktiv. Positiv stechen Sitzbank und Papierkorb hervor. Trotzdem spielt beispielsweise der sechsjährige Connor Teschner mit seinen Freunden gerne dort. „Ich drehe mich gerne mit dem Karussell, das macht Spaß“, erzählt er. Der Spielplatz insgesamt ist eher für jüngere Kinder geeignet. AZ-Spielplatzfazit: Befriedigend

Der Spielplatz an der Waldstraße fällt sofort ins Auge. Er hat kein Holzklettergerüst, sondern ein farbiges aus Kunststoff. Buntes lockt Kinder an. Auch die zweieinhalbjährige Lara Wesemann spielt dort gern. Mit ihrem Papa Ralf erkundet sie die Spielplätze in der Stadt. Der Vater weiß, dass der Platz an der Waldstraße beim Kind gut ankommt. Aber es gibt auch gefährliche Geräte, stellte Ralf Wesemann fest. Er hat zum Beispiel eine gefährliche Stelle auf dem Spielplatz an der Wilhelm-Busch-Straße entdeckt. „Wenn meine Lara dort die Rutsche runterrutscht, muss sie aufpassen, dass sie nicht mit dem Kopf nach hinten fällt“, erklärt er. Der Abstand zwischen dem Ende der Rutsche und dem Sand ist für die kleinen Beine zu groß. Den Platz an der Waldstraße finden Vater und Tochter toll und sicher. „Es ist schön groß hier und der Platz hat viele Spielgeräte, außerdem ist alles sicher“, bilanziert Ralf Wesemann. AZ-Spielplatzfazit: Gut.

Der größte der vier Spielplätze im Stadtgebiet ist der am Hegefeld. Mit einer großen Wippe, zwei Schaukeln, ausreichend Sitzmöglichkeiten, einem schönen Kletterturm und einem Karussell weist er die meisten Spielgeräte auf. Auf den ersten Blick scheinen sie sicher, doch das täuscht: Die Hölzer sind zum Teil morsch, der Sand ist nicht der sauberste. Die Spielgeräte sind alle in einem schlichten Braun und Grau gehalten, sie sehen nicht wirklich einladend aus. AZ-Spielplatzfazit:

Ausreichend

Der letzte Spielplatz im Test ist der am Ende der Wilhelm-Busch-Straße in Klötze-Süd. Dieser grenzt an ein Waldstück. Aus der Sicht eines Erwachsenen wirkt der Spielplatz tipptopp. Aus Sicht der Kinder aber sind die Wege zwischen den Spielgeräten viel zu lang. Dafür ist die Anlage sauber und ziemlich neu. Es gibt Schaukeln, einen Kletterturm, eine Wippe und eine Sitzbank mit Papierkorb sowie viel Platz, mit dem Ball zu spielen und zu laufen. AZ-Spielplatzfazit:

Befriedigend

Von Malte Schmidt

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