Wasserverband appelliert an die Kunden, das kostbare Nass nicht zu vergeuden

„Sparsam im Garten gießen“

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Auch wenn die Trockenheit anhält, sollte der heimische Rasen nicht dauerhaft bewässert werden, appelliert der Klötzer Wasserverband an seine Kunden. Blumen und Gemüse mit der Kanne zu gießen, ist dagegen gar kein Problem.

Klötze. Andauernde Hitze und Trockenheit bereiten auch dem Klötzer Wasserverband (WVK) Sorgen. „Bislang konnten wir die Bevölkerung noch mit ausreichend Trinkwasser versorgen“, beruhigte Geschäftsführerin Birgit Lange zwar in der Verbandsversammlung.

Engpässe gebe es nur bei gleichzeitigen Rohrbrüchen und zusätzlichen Rohrnetzspülungen.

Trotzdem appelliert die Geschäftsführerin an die Kunden, mit dem Wasser sparsam umzugehen. „Aber das sollte man ja eigentlich immer“, ergänzt der technische Leiter, Detlef Bock. Täglich werden vom Klötzer Wasserwerk derzeit 2000 bis 2800 Kubikmeter Wasser verbraucht, der Durchschnitt liegt bei 2500 Kubikmetern. Im Juni, so ergaben die Berechnungen, war der Verbrauch damit 15,2 Prozent höher als 2017, im Juli sogar 19,5 Prozent höher als im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt ergibt das eine Erhöhung von 13,5 Prozent.

Um die Kunden weiter ausreichend versorgen zu können, hat die Geschäftsführerin für das Klötzer Wasserwerk eine Aufstockung der Wasserrechte um 132 000 Kubikmeter beantragt. Bewilligt ist der Antrag aber noch nicht.

Deshalb appellieren Birgit Lange und Detlef Bock an die Nutzer, sparsam mit dem Wasser umzugehen. „Auf die Gartenberegnung sollte möglichst verzichtet werden“, so der Appell des WVK. „Jeder sollte sich überlegen, ob er seinen Rasen wirklich dauerhaft sprengen muss.“ Noch hat der Verband kein Verbot dafür ausgesprochen, sondern appelliert an die Vernunft der Nutzer. „Wenn das Wasser braun wird, müssen wir die Leitungen spülen“, macht die Geschäftsführerin darauf aufmerksam, dass ein regelmäßiger Durchfluss der Leitungen auch nötig ist.

Die Wasserverbandsmitglieder, allesamt Gartenbesitzer, sahen einen Unterschied zwischen Rasenbewässerung und dem Gießen im Nutzgarten. „Wer teuer Pflanzen wie Tomaten oder Gurken gekauft hat, muss sie gießen, damit er ernten kann“, betonte beispielsweise Klaus Ewertowski. Dagegen sei auch gar nichts einzuwenden, erwiderte Detlef Bock. Nur müsse der Rasen im Garten nicht rund um die Uhr bewässert werden. Gegen das Gießen mit der Kanne habe niemand etwas, „jeder sollte nur möglichst sparsam mit dem kostbaren Nass umgehen“, so Detlef Bock. Und Birgit Lange ergänzt: „Wenn ein Knackpunkt kommt, würde ich auch ein entsprechendes Verbot aussprechen.“

Von Monika Schmidt

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