Jürgen Lemke sorgt sich um Klötzer Orchideenwiese

Hölzerne Aussichtsplattform ist marode

Jürgen Lemke steht auf der Aussichtsplattform an der Klötzer Orchideenwiese.
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Jürgen Lemke kümmert sich auch um die Plattform an der Klötzer Orchideenwiese.
  • Birgit Stephani
    vonBirgit Stephani
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Klötze – Jürgen Lemke steht auf dem Steg an der Klötzer Orchideenwiese. Noch ist für den Laien nicht viel zu erkennen. Der Orchideen-Experte weiß allerdings genau, was wo wächst.

Die Klötzer Orchideenwiese liegt versteckt hinter dem Freibad. Ein Waldweg geht rechts ab und entführt in nahezu unberührte Natur. Linker Hand liegt ein Auenwald. So werden natürliche Pflanzengesellschaften genannt, die von Überschwemmungen und hohen Grundwasserpegeln stark beeinflusst werden. Geht man weiter den Weg entlang, erreicht man irgendwann einen hölzernen Steg, der in die Orchideenwiese hineinragt.

Neben den Pflanzen selbst ist diese Aussichtsplattform der ganze Stolz von Jürgen Lemke. Viel Zeit verbringt der Klötzer dort – allerdings nicht ganz freiwillig und auch nicht, um ausschließlich die Natur zu genießen. Regelmäßig schaut Jürgen Lemke nach dem Rechten. Und jedes Mal entdeckt er etwas Neues, das repariert werden muss. Der Steg ist regelmäßig das Ziel mutwilliger Zerstörung. „Hier ist schon wieder jemand mit einem Motorrad entlang gefahren“, ärgert sich der Orchideenfreund beim Blick auf den Waldboden. Verhältnismäßig frische Reifenspuren bestätigen seine Beobachtung. Menschen, die den Waldweg als Rennstrecke missbrauchen, sind Jürgen Lemke ein Dorn im Auge. „Die haben hier nichts zu suchen.“

Überhaupt hat er auf seine Orchideenwiese und die umliegende Natur ein wachsames Auge. So entgeht ihm auch nicht, dass an der Aussichtsplattform schon wieder eine Querlatte kaputt ist. Schäden an dem Bauwerk entstehen allerdings nicht nur durch Vandalismus, es sind auch der Zahn der Zeit und die Witterungseinflüsse, die der Plattform zusetzen. Das verwundert nicht, denn alle Reparaturen, die Jürgen Lemke leistet, sind eigentlich nur Flickerei. „Vorne in Ordnung gebracht, geht hinten wieder etwas kaputt“, berichtet er traurig. Dabei würde er alles gerne anständig ausbessern lassen. Dafür fehlt ihm erst mal aber das Material und auch das nötige Geld.

Und so muss sich Jürgen Lemke mit Schönheitsreparaturen begnügen und hoffen, dass sich nicht irgendwer auch noch am kaputten Geländer verletzt.

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