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Klötze will Jugendliche bei der Gestaltung der Skaterbahn mit ins Boot holen

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Von: Monika Schmidt

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eine beschmierte Skaterbahn
Die Klötzer Skaterbahn wird häufig beschmiert und vermüllt. Das könnte sich bald ändern. © Monika Schmidt

Wenn die Jugendlichen bei der Gestaltung beteiligt werden, würden sie die Skaterbahn in Klötze weniger beschmieren und zerstören. Das vermuten zumindest die Stadtplaner und schlagen eine Erweiterung der Anlage vor.

Klötze – Gerade noch so innerhalb der Grenzen des Gebietes, für das die Stadtumbaumaßnahmen greifen, liegt die Skaterbahn am Zichtauer Weg. Genau deshalb wurde damals der Standort gewählt, denn so konnten Fördermittel für den Bau der Anlage aus dem Sanierungsprogramm verwendet werden. Die zentrale Lage neben der Sekundarschule und in der Nähe der Klötzer Sportanlagen wurde gewählt, damit die Anlage als ein „Begegnungsort“ für Jugendliche dienen kann. Doch wie die Stadtplaner in der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes feststellen, „führt die unmittelbare Nachbarschaft zur Kindertagesstätte auch zu Problemen“. Insbesondere durch Jugendliche, die nicht skaten, seien Spuren von Vandalismus und Verschmutzung zu verzeichnen, führen die Stadtplaner aus. Bestätigt wurde dies erst jüngst, als eine Klasse der Klötzer Sekundarschule im Rahmen des World Cleanup-Days Müll auf der Skaterbahn und im Umfeld sammelte und dabei eine ganze Reihe von Fundstücken zutage beförderte. Dennoch sehen die Stadtplaner vor allem in dem großzügigen Areal einige Entwicklungsmöglichkeiten für das Freizeitvergnügen der jüngeren Einwohner. „Der Freiraum bietet die Möglichkeit, das Angebot weiter auszubauen“, haben die Stadtplaner festgestellt. Es könnten Räume mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden, um Konfliktpotenzial abzubauen und Angebote für eine breitere Nutzergruppe zu machen. Bei den Diskussionen um die Fortschreibung des Konzeptes sei das Thema „Outdoor-Fun-Sportcenter“ aufgeworfen worden. Weitere Ideen dazu könnten in Zusammenarbeit von Ortschaftsrat, Jugendklub, den Schulen sowie der angrenzenden Kita entwickelt werden, regen die Stadtplaner an. Der großzügige Raum bietet auch die Möglichkeit, an den Klimaschutz zu denken. So könnten rund um die Skaterbahn die Bäume des Jahres gepflanzt werden. Damit der Vandalismus nachlässt, schlagen die Stadtplaner vor, die Jugendlichen mit ins Boot zu holen, die die Anlage nutzen. „Jede Nutzergeneration sollte die Möglichkeit bekommen, ihren Beitrag bei der Gesamtgestaltung der Anlage zu leisten“, heißt es im Stadtentwicklungskonzept. Wenn die Jugendlichen bei der Gestaltung beteiligt werden, würden sie die Einrichtung mehr achten, so die Hoffnung, die hinter dem Konzept steht. Damit die beteiligten Generationen auch erreicht werden, sollte alles daran gesetzt werden, die neuen Ideen so schnell wie möglich umzusetzen, damit sie von den Jugendlichen, die sie entwickelt haben, auch selbst genutzt werden können, wünschen sich die Stadtplaner weiter. Deshalb soll auch kein fertiges Produkt für die zukünftige Gestaltung der Anlage präsentiert werden, sondern sukzessive die Skaterbahn verändert und erweitert werden.

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