„Es sieht ganz schick aus“

Für die Treppe zum ehemaligen Gemeindebüro muss noch ein neues Geländer angefertigt werden.

Kunrau - Von Monika Schmidt. „Die Bauarbeiten am Schloss gehen langsam dem Ende entgegen“, informierte der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock bei seiner ersten Sitzung dem Ortschaftsrat. Bei einer letzten Bauberatung in der vergangenen Woche waren noch einmal einige Absprachen getroffen worden. Dabei ging es vor allem um die Treppen hinten und um die Gestaltung der Terrasse. „Wenigstens ist das Gerüst endlich weg“, freute sich Uwe Bock. Durch den langen Winter hatte sich auch die Winterpause auf der Baustelle länger als erwartet hingezogen. Erst seit der Frost endgültig verschwunden ist, konnten die letzten Handgriffe gemacht werden.

„Die Haupttreppe ist fast fertig“, berichtete Uwe Bock. Dort musste bis zum Ende gepflastert werden, informierte er weiter. Das Vorhaben, die alten Kopfsteine aufzunehmen und wiederzuverwenden, scheiterte. Deshalb wird das neue Pflaster fortgesetzt. Auf der Terrasse des Schlosses wurden zwei Musterfliesen ausgelegt, in verschiedenen Farbtönen. „Wir haben uns für die dunklere entschieden, das ist fast der Farbton der alten“, erläuterte Uwe Bock. Allerdings sind die Fliesen aus Kostengründen etwas kleiner als die alten, da diese eine Sonderanfertigung waren. „Das Problem dort wird nach wie vor das Wasser sein“, befürchtete der Ortsbürgermeister. Geplant ist, eine Kernbohrung zu machen und das Wasser nach unten in den Kanal abzuleiten. Wie Uwe Bock weiter erläuterte, fließt das Regenwasser des Schlosses in eine Sickergrube. Ein Anschluss an den alten Regenwasserkanal war nicht möglich, da die alte Leitung zugewachsen ist. „So war es die einfachste Lösung“, begründete er.

An der Turmtreppe, dem Zugang zum früheren Gemeindebüro, gebe es allerdings noch ein Problem, berichtete der Bürgermeister weiter. Das alte Geländer war zu niedrig und entsprach nicht den gesetzlichen Vorgaben. Mindestens 90 Zentimeter sind vorgeschrieben, aber das alte Geländer war nur 80 Zentimeter hoch. Es wurde deshalb ein Kostenvoranschlag für das Anfertigen eines neuen Geländers in Auftrag gegeben. Uwe Bock hofft, dass das Angebot günstig ausfällt, damit nicht das alte Geländer so angeflickt werden muss, dass es den Vorgaben entspricht.

Insgesamt zeigte sich der Ortsbürgermeister mit dem Verlauf der Arbeiten nach der Winterpause zufrieden. „Wir liegen im Kostenrahmen“, fasste Uwe Bock zusammen. Er hofft, dass dies auch bei den ausstehenden Arbeiten so bleiben wird. Klempner und Maler müssen noch tätig werden. Als Ziel ist ausgegeben, Ende April mit der kompletten Maßnahme fertig zu sein. „Vom Gesamtbild sieht es ganz schick aus“, freute sich Uwe Bock über das farbenfrohe Aussehen der Schloss-Rückseite.

Bei der jüngsten Bauberatung wurden allerdings auch Probleme an der Vorderseite entdeckt. Dort weist die erneuerte Fassade bereits Schäden auf, die eigentlich nur übergestrichen werden sollten. Das stellte sich aber nach Ansicht der Fachleute als schwieriger als erwartet heraus.

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