Firma Giggel fordert den Bau eines Radweges von Bösdorf nach Oebisfelde

Sicherheit ist nicht gewährleistet

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Genau dort könnte der Radweg lang laufen. Es wäre für alle Bösdorfer und Angestelten von Bernd Giggel ein großer Vorteil. Ältere Menschen könnten problemlos mit dem Rad nach Oebisfelde fahren und umgekehrt.

Bösdorf. „Die L 24 ist einfach zu gefährlich, um mit dem Fahrrad von Bösdorf aus nach Oebisfelde, oder umgekehrt, fahren zu können“, erklärt Bernd Giggel, Geschäftsführer der Vorrichtungsbau GmbH in Bösdorf.

Vor einem Jahr hat er zusammen mit Oliver Wolf, Konstrukteur in der Firma, der Gemeinde Oebisfelde-Weferlingen ein Projekt vorgestellt. Dieses beinhaltete den Bau eines Radweges vom Ortseingangsschild Bösdorf bis zur Siedlung Oebisfelde. „Meine Angestellten fahren bis jetzt stets auf der Landstraße oder über Feldwege, um zur Arbeit zu kommen“, berichtet Giggel.

Bei der ersten Anfrage vor einem Jahr, im September 2011, war der Bau eines Radweges im Raum Oebisfelde-Weferlingen nicht in der Wegeplanung. Mit dieser Auskunft gab sich Bernd Giggel aber nicht zufrieden. Ein halbes Jahr später, im März 2012, fragte er noch einmal bei der Verwaltungsgemeinde nach, ob es vielleicht mit Hilfe von Fördermitteln möglich wäre, einen Radweg zu bauen.

Selbst Silke Wolf, Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde, sieht einen solchen Radweg als sinnvoll an. „Zahlreiche ältere Menschen hätten den Vorteil, dass sie flexibel nach Oebisfelde und Bösdorf kommen könnten.“ „Die Gemeinde wäre sogar bereit, Tauschflächen zur Verfügung zu stellen“, erklärt Giggel gegenüber der Altmark-Zeitung.

Seine Mitarbeiter sehen es auch als notwendig an, dass dieser Radweg gebaut wird. „Ich fahre vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers stets mit meinem Fahrrad zur Arbeit“, berichtet Wolfgang Böse, Dreher in der Giggel GmbH. Weiterhin fügt er hinzu: „Es ist auf Dauer einfach zu gefährlich mit dem Rad zu fahren. Auf der L24 hat ein Autofahrer schon einmal ein Pferd übergefahren, weil er es übersehen hat“.

Der 26-jährige Sebastian Dittberner, Messtechniker bei Giggel, ist derselben Meinung: „Ich habe schon oft erlebt wie Autos ganz knapp hinter mir gebremst haben, weil der Gegenverkehr angebraust kam. Kein schönes Gefühl, um ehrlich zu sein“.

Im November oder Dezember wollte sich Bernd Giggel noch einmal erkundigen, wie der Stand der Dinge ist. Er dürfte enttäuscht sein. Der Bau- und Vergabeausschuss der Stadt Oebisfelde-Weferlingen hat den Radweg jüngst als nicht finanzierbar eingestuft, da es an Fördermitteln fehlt. Mittelfristig, in den nächsten fünf bis zehn Jahren, soll die Radverbindung aber wieder auf die Tagesordnung kommen.

Bernd Giggel und seine Angestellten werden weiterhin versuchen, die Wichtigkeit dieses Radweges deutlich zu machen, kündigte er an.

Von Malte Schmidt

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