Sich am Leben erfreuen

Ein reichhaltiges Büfett war am Sonnabendmorgen im Klötzer Altmarksaal aufgebaut. 165 Frauen bedienten sich beim zweiten Frühstückstreffen in der Purnitzstadt.

Klötze - Von Peter Lieske. Zum zweiten Frühstückstreffen der Frauen konnte Anette Rose am Sonnabendmorgen 165 Gäste im Klötzer Altmarksaal begrüßen. Damit war die Veranstaltung wie die erste im Frühjahr wieder sehr gut besucht, freute sich die Koordinatorin des Klötzer Frühstückstreffens.

„Gute Gründe, sich am Leben zu freuen“ lautete das Thema des Morgens. Den ersten gab es gleich zum Auftakt, denn für die Gäste war ein großes und reichhaltiges Büfett aufgebaut worden. Gut gestärkt erlebten die Frauen zunächst eine Eigenkomposition von Markus Müller am Keyboard, um sich anschließend an einem Sketch zu erfreuen, den Martina Michaelis, Ute Sonntag, Evi Paschke und Martina Lenzke aufführten. Die Erkenntnis: Das Lachen lässt sich nicht erlernen.

Schließlich sprach Referentin Doris Döring aus Magdeburg zu diesem Thema. Mit Berichten aus eigenem Erleben, angereichert mit Zitaten von Persönlichkeiten und Einblicken in die Bibel zog sie die Zuhörer in ihren Bann. Der Mittelweg scheint der beste zu sein, um glücklich zu sein. So sei „die Freude am stärksten, wo sich die Fähigkeiten mit der Herausforderung decken“. Überforderung schaffe Angst und Unterforderung fördere die Langeweile. Studien hätten ergeben, dass viel mehr Menschen in armen Ländern glücklich sind als in reichen Industrienationen. So habe sich gezeigt, dass sich in den reichen Ländern der Anteil der glücklichen Menschen nicht verändert hat. Das treffe auch auf die Ostdeutschen zu. Die gewonnene Reisefreiheit habe nicht allen die seelig machende Freue gebracht. Der Unterschied zu den Menschen in armen Ländern: „Sie suchen Fehler, anstatt sich daran zu freuen, was sie haben.“ Mit den zwei Fragen, was Freude auslöst und welche Stolpersteine dieser in den Weg gelegt werden können, schickte die Referentin die Gäste im Saal in die Pause.

Mit sehr persönlichen Erlebnissen fesselte Doris Döring im zweiten Teil die Zuhörer. Die Zurückgewinnung des Glaubens habe ihr die Fähigkeit gegeben, Freude zu haben. „Ich freue mich, dass es Menschen gibt, die mich so annehmen, wie ich bin.“ Es gebe viele Möglichkeiten, sich zu freuen, beispielsweise „wenn jemand etwas Nettes über mich sagt“.

Ein Glücksmoment war für die 68-Jährige, vom World Trade Center auf New York zu schauen. Doch ihre Freude war noch viel größer, als ihr bewusst wurde, dass sie auch drei Tage später, am 11. September 2001, dort oben hätte stehen können. Ebenso zum Nachdenken regte eine Geschichte von zwei Schwestern an, die durch die Gedanken der Referentin eine ganz andere Sichtweise brachte. Und so wünschte Doris Döring den Zuhörern zum Ende ihres Vortrags, dass ihnen bei der Suche nach dem Lebenssinn ein Licht aufgeht. Fast symbolisch wirkte danach das kleine Geschenk, dass die Organisatoren des Frühstückstreffens der Referentin machten: eine Kerze.

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