Löcher im Immekather Kahlenberg bereiten den Anwohnern schlaflose Nächte

„Seit April war keiner da“

Uwe Schwab (r.) und Rolf Gleichmann sind ärgerlich: Die Löcher im Immekather Kahlenberg bringen die Anlieger um den Schlaf. Vor allem leere Mehl-Lkw klappern kräftig. Sie fordern, dass der Kreis einschreitet und die Löcher flickt. Foto: Schmidt

Immekath. „Das ist Folter. “ So drastisch beschrieb Rolf Gleichmann den Zustand des Kahlenbergs in Immekath. Die Kreisstraße ist nicht nur durch die starke Belastung rund gefahren, auf der linken Seite in Richtung Dönitz weist sie große Löcher auf.

Die Asphaltdecke ist an vielen Stellen kaputt, das darunter liegende Kopfsteinpflaster macht die Straße zur Holperstrecke. „Bei jedem Lkw, der da nachts langfährt, fallen wir aus dem Bett“, ergänzte Uwe Schwab. Die beiden Einwohner waren am Mittwochabend in den Ortschaftsrat gekommen, um ihr Anliegen vorzutragen. Wohl wissend, dass die Immekather vor Ort der falsche Ansprechpartner sind, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Aber Versuche von Uwe Schwab, beim Kreis jemand zu erreichen, waren erfolglos. Deshalb hofften die beiden Einwohner auf die Unterstützung der Ortschaftsräte für ihr Anliegen. Uwe Schwab wunderte sich vor allem darüber, dass die Straße von der Ruine bis zum neuen Wohngebiet in den Höfen sehr wohl mit Rollsplitt ausgebessert wurde, auf dem deutlich schlechteren Abschnitt von der Ruine bis zum Abzweig Fricopan jedoch nichts passierte.

„Die Löcher in der Straße werden immer größer. Das Zuschmieren hält auch immer nicht lange“, forderte Rolf Gleichmann den Ausbau des Abschnitts. Dieser ist vom Kreis seit Jahren vorgesehen, wird aber auf der Prioritätenliste immer wieder nach hinten verschoben, weil andere Straßen im Kreis wichtiger sind. Die Immekather finden den Kahlenberg am wichtigsten. 80 bis 100 Lkw, so machte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Zeitz auf aktuelle Informationen der Großbäckerei Fricopan aufmerksam, steuern das Werk täglich an. Da sie auch zurückfahren müssen, sind das fast 200 Lkw-Durchfahrten pro Tag. „Der Verkehr ist da, auf dem Abschnitt muss dringend etwas passieren“, betonte Hans-Jürgen Zeitz. Es nütze wenig, dass die Jeetzebrücke an der Hoppenmühle erneuert wurde, um dem Lkw-Verkehr standzuhalten, wenn mitten im Ort die Anwohner einer starken Lärmbelästigung ausgesetzt seien.

Seit dem Frühjahr sind die Probleme noch größer. „Die Löcher sind gravierend“, erklärte der Ortsbürgermeister. „Und seit April war keiner da, der die Löcher zugemacht hat“, erinnerte er. „Am sinnvollsten wäre es, die Straße auf der gesamten Länge vom Abzweig Fricopan bis zur Ruine abzufräsen und neu zu machen“, regte Hans-Jürgen Zeitz an. Große Hoffnung auf diese Variante machte er den Einwohnern aber nicht.

Dieter Kraus, Sachgebietsleiter Tiefbau beim Altmarkkreis, konnte die Immekather auf AZ-Anfrage gestern beruhigen: „Da passiert noch etwas. Und zwar auf jeden Fall vor dem Winter“, kündigte er an. Es sei keinesfalls so, dass der Abschnitt vergessen wurde. Ganz im Gegenteil: Die Löcher im Kahlenberg sollen mit einem anderen Rollsplittgemisch ausgefüllt werden. Mit dem derzeit verwendeten können nur kleinere Schäden ausgebessert werden. Für die größeren Löcher muss der Splitt anders gemischt werden. Die Lieferung ist bereits in der Kreisstraßenmeisterei eingetroffen, in den nächsten Tagen wird sie in Immekath aufgebracht.

Von Monika Schmidt

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