Landesstraße 22 wird ab April für Brückenbau voll gesperrt: „Das ist nicht zumutbar“

Sechs Monate abgeschnitten

Rüdiger Schmidt von der Landesstraßenbaubehörde: „Wir können nicht garantieren, dass die Brücken so lange halten.“ Foto: Schmidt

Buchhorst. Jahrelang hat Klaus Gerike für den Ausbau der Huckelpiste zwischen Buchhorst und Wassensdorf gekämpft, jetzt sollen zumindest die Brücken über Allerkanal und Mittelgraben neu gebaut werden.

Für die Buchhorster wiederum ein Horrorszenario: Denn für die Baumaßnahmen soll die einzige Straßenverbindung in Richtung Süden für jeweils ein halbes Jahr dicht gemacht werden.

„Das ist nicht zumutbar“, sagte UWG-Stadtrat Gerike am Montagabend im Oebisfelder Ortschaftsrat – wären die Buchhorster doch fast komplett vom Rest des Bördelandkreises abgeschnitten. Das betreffe nicht zuletzt auch die Erreichbarkeit für den Rettungswagen. Linken-Ortsrätin Doreen Wienecke, ebenfalls Buchhorsterin, meinte, es müsse doch möglich sein, für die Bauzeit eine Behelfsbrücke zu errichten.

Diese Möglichkeit sei sehr wohl diskutiert worden, berichtet Rüdiger Schmidt vom Regionalbereich Mitte der Landesstraßenbaubehörde auf AZ-Nachfrage. „Doch das kostet viel Geld. Und das Gebiet gehört zum Naturpark. Da würden wir keine Genehmigung bekommen“, erklärt Schmidt. Immerhin seien dafür bis zu 100 Meter Ausweichstrecke auf Naturparkgelände notwendig. „Das wäre ein erheblicher Eingriff in die Natur.“ Zudem sei der Boden nicht tragfähig.

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Von Gerhard Sternitzke

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