Stadt bereitet Hygienekonzept vor

Kunrauer Bad vor der Eröffnung: Schwimmen nur in gerade Bahnen

Die Saisonvorbereitung im Kunrauer Freibad läuft langsam an. Zwar ist noch kein Wasser im Becken, aber die Winterschäden sind schon beseitigt. Bevor eröffnet werden kann, muss die Stadt noch ein Hygienekonzept erarbeiten.
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Die Saisonvorbereitung im Kunrauer Freibad läuft langsam an. Zwar ist noch kein Wasser im Becken, aber die Winterschäden sind schon beseitigt. Bevor eröffnet werden kann, muss die Stadt noch ein Hygienekonzept erarbeiten.

Kunrau – „In Kunrau sieht es etwas besser aus als in Klötze“, stellt Hauptamtsleiter Matthias Reps mit Blick auf die Saisoneröffnung des Freibades fest.

Denn dort gibt es immerhin einen angestellten Mitarbeiter, der derzeit für das Klötzer Freibad fehlt (wir berichteten). Aber Wasser ist auch im Kunrauer Freibad noch nicht eingelassen. Denn auch dort mussten zunächst Winterschäden im Becken beseitigt werden. Dies gelang aber einfacher als im Klötzer Freibad, da in Kunrau mit Folie gearbeitet werden konnte.

Nun läuft in Kunrau die Vorbereitung auf die Badesaison an. Das Land hat in dieser Woche die Öffnung der Freibäder ab 28. Mai bewilligt, wenn die entsprechenden Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden können und es für die Bäder Konzepte gibt. An einem solchen wird derzeit für Kunrau in der Stadtverwaltung gearbeitet, informiert der Hauptamtsleiter auf AZ-Anfrage weiter.

Er ist zuversichtlich, dass Anfang Juni mit dem Einlassen des Wassers in Kunrau begonnen werden kann. Das dauert ein paar Tage, dann ist die Sonne gefragt, die das Wasser auf die entsprechende Badetemperatur bringen muss. Anschließend könnte das Freibad eröffnet werden, wenn das Konzept vom Kreis abgesegnet ist.

Überlegungen zum Konzept

Die Tendenz des Hauptamtsleiters geht eher dazu, beim Konzept die Beckengröße – und nicht die Gesamtfläche der Anlage – als Maßstab zu nehmen, wie viele Badegäste sich auf dem Gelände aufhalten dürfen. Vorgeschrieben ist auch, dass bei den Duschen ein Mindestabstand gewahrt werden muss. Deshalb wird vermutlich eine Dusche gesperrt. Geklärt werden muss dann aber noch, wer kontrolliert, wie viele Menschen sich in den Duschräumen befinden und wer den Zugang zu den Sanitäranlagen regelt. Ebenso muss geklärt werden, wie vermieden werden kann, dass sich am Einlass zum Bad Schlangen bilden. Denn diese sind in Corona-Zeiten ebenfalls nicht gewünscht. Am einfachsten ließe sich das mit mehr Personal regeln. Denn normalerweise wird das Freibad in Kunrau vom Badverantwortlichen betreut und es gibt eine weitere Kraft, die Kasse und Kiosk absichert. Gleichzeitig noch die Anzahl der Badbesucher zu kontrollieren, ein Auge auf die Abstandsregelungen und die Zahl der Duschgäste zu haben, verlangt nach weiteren Mitarbeitern. Eventuell könnten dafür die Rettungsschwimmer der Wasserwacht herangezogen werden, wird derzeit in der Verwaltung als eine Möglichkeit diskutiert.

Sicher ist, dass im Becken – anders als beim gewohnten Badebetrieb – Bahnen gezogen werden, die den Schwimmerverkehr regulieren. Ein Kreuz- und Querschwimmen wird wegen der geltenden Abstandsregelungen in diesem Jahr wohl eher nicht möglich sein.

VON MONIKA SCHMIDT

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