Unternehmerfrühstück der Stadt Oebisfelde-Weferlingen bei Friedrich Borrosch in Wassensdorf

Der schwierige Weg zum Erfolg

Friedrich Borrosch führte die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks über das Gelände des Wassensdorfer Landmaschinen-Betriebes. Seit der Gründung vor 22 Jahren war es ein schwieriger Weg, bis sich unternehmerischer Erfolg einstellte. Foto: Sternitzke

Wassensdorf. Zum Unternehmerfrühstück hatte Peter Schorlemmer, Wirtschaftsförderer der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, Vertreter von landwirtschaftlichen Unternehmen der Region eingeladen.

Gastgeber der ersten Veranstaltung in diesem Jahr war die Firma Friedrich Borrosch Metall- und Landtechnik in Wassensdorf.

Deren ehemaliger Geschäftsführer Friedrich Borrosch – Thomas Zimmermann ist sein Nachfolger – stellte das Unternehmen vor, das vor 22 Jahren gegründet wurde: „Von den zehn Beschäftigten arbeiten heute noch acht bei uns. Zwei sind in Rente gegangen. Das zeugt doch von einem guten Betriebsklima.“

Nach der Wende konzentrierte man sich auf das Reparieren alter Landwirtschaftstechnik. Bemühungen, im Bereich der neuen Technik Fuß zu fassen, blieben anfangs ohne Erfolg. Kontakte wurden geknüpft, zwischenzeitlich Versuche im Stahlbau gestartet. Trotz etlicher Absagen blieb das Unternehmen hartnäckig. Das hat sich ausgezahlt. Unter anderem gibt es seit 1993 im Wolfsburger VW-Werk eine Werkstatt, in der bis zu zehn Kollegen der Metall- und Landtechnik GmbH im Auftrag des Automobilherstellers Reparaturen und Instandhaltungen von Maschinen und Geräten vornehmen.

Seit vielen Jahren ist die Firma Borrosch im Bördekreis und Altmarkkreis Salzwedel Vertriebspartner eines bekannten Ernte- und Traktorenspezialisten. Auch im angrenzenden Niedersachsen bis hoch nach Wittingen gibt es Kunden. Derzeit sind im Bereich Verkauf, Lager, Werkstatt und Büro 26 Frauen und Männer beschäftigt.

Wirtschaftsförderer Schorlemmer sprach auf der Veranstaltung noch einmal das Thema ländlicher Wegebau an. „Die Landtechnik wird immer schwerer. Viele ländliche Wege sind total zerfahren“, betonte der Hörsinger Bürgermeister. Deshalb suche die Stadt Oebisfelde-Weferlingen weiterhin nach Fördermöglichkeiten. Der Versuch, in ein Pilotprojekt des Landes aufgenommen zu werden, war gescheitert. „Wir sind in der Warteschleife“, so Schorlemmer. In der Einheitsgemeinde arbeiten rund 50 landwirtschaftliche Betriebe.

Von Renate Heinze und Gerhard Sternitzke

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