Schwester Agnes heißt jetzt „Verah“

Mit dem Verah-Mobil wird Steffi Mairenner (v. l.) künftig in der Region rund um Klötze unterwegs sein. Gemeinsam mit den Ärzten Kathrin und Karsten Stuhec holte sie das Auto bei Andreas Meyer ab.

Klötze - Von Anja Wendorff. Mit einem Roller, wie in dem Film Schwester Agnes von 1975, muss Steffi Mairenner nicht zu Patienten fahren. Die Arzthelferin, die in der Klötzer Gemeinschaftspraxis von Karsten und Kathrin Stuhec arbeitet, hat für ihre gerade aufgenommene Tätigkeit einen schicken Flitzer bekommen. Diesen hat sie am Mittwoch im Klötzer Mazda-Autohaus von Andreas Meyer in Klötze zusammen mit dem Arztehepaar abgeholt.

Seit gestern ist Steffi Mairenner damit in den Ortschaften nahe der Stadt, aber auch in weiter entfernten Orten wie Dannefeld und Peckfitz als „Verah“ unterwegs. Verah, das bedeutet Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis und ist ein Projekt, das älteren, chronisch kranken oder in ihrer Bewegung eingeschränkten Patienten einen Besuch in der Arztpraxis ersparen soll. So soll die 27-jährige Steffi Mairenner unter anderem Kontrollen des Blutdrucks übernehmen, für Folgerezepte bei Medikamentenbedarf sorgen, gegebenenfalls Verbände wechseln … Dinge, für die kein Hausarzt benötigt wird.

„Ich betreue neben dem Praxisalltag noch zwei Heime. Da hatte ich bisher nur alle sechs bis sieben Wochen Zeit, Patienten zu Hause zu besuchen. Die Entfernungen sind einfach zu groß“, erklärte Kathrin Stuhec, warum die Praxis an dem Proejkt teilnimmt. Das soll sich mit der Verah ändern. Alle vier Wochen wird die gelernte Arzthelferin Steffi Mairenner die Patienten besuchen. „Dann habe ich auch ein sicheres Gefühl“, erklärte Kathrin Stuhec. Anfang des Jahres hat die Arzthelferin die berufsbegleitende Ausbildung zur Verah begonnen. In Modulen aus praktischen und theoretischen Teilen beschäftigt sie sich mit Kommunikationstechniken, Präventionsmaßnahmen, Gesundheits-, Notfall- und Wundmanagement. Neben Praktika und einer Praxisarbeit muss Steffi Mairenner eine Prüfung ablegen. „Ich bin mir sicher, dass sie das mit Bravour meistert“, so Kathrin Stuhec.

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