Müll und Grünschnitt im Kuseyer Park / Verbotsschild folgt

Schranke stoppt Umweltfrevler nicht

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Mit einem ausgedienten Fahnenmast hat der TSV Kusey im Park eine Schranke errichtet, die nur dann geöffnet ist, wenn der Park als Parkplatz dient. Weil trotzdem weiter Laub und Grünschnitt abgeladen wird, soll die Schranke nun mit einem Schloss gesichert werden. Foto: Schmidt

Kusey. Die Unverschämtheit nimmt zu, die Leute werden immer dreister. So lässt sich die Diskussion beschreiben, die in diesen Tagen in den einzelnen Ortschaftsräten der Einheitsgemeinde Klötze geführt wird.

Überall gibt es Klagen über die zunehmende Verschmutzung der Umwelt. Neben den Wenzer und Jahrstedter Ortschaftsräten brachten auch die Kuseyer das Thema zur Sprache.

Nicht einmal von einer Schranke lassen sich die Umweltfrevler aufhalten, stellte das Kuseyer Ortschaftsratsmitglied Thomas Mann empört fest. Zum 100-jährigen Bestehen des TSV Kusey im kommenden Jahr soll der Park neben dem Sportplatz als Zeltstandort dienen. Außerdem möchten die Kuseyer den Park wieder begehbar machen, damit er wie früher das Ziel des Sonntagsspaziergangs sein kann. Deshalb hatte sich der Ortschaftsrat gegen das weitere Abladen von Grünschnitt und Laub durch die Einwohner im Park ausgesprochen. Der Beschluss allein reichte nicht, der TSV Kusey rangierte einen alten Fahnenmast aus und legte diesen als Absperrung quer über die Zufahrt. Nur bei Spielbetrieb auf dem Sportplatz, wenn der Park als Parkplatz dient, wird die Schranke geöffnet. „Aber es gibt trotzdem noch Leute, die ihren Dreck dahinfahren“, ärgerte sich Thomas Mann. Deshalb soll die Schranke nun verschlossen werden. Außerdem wird ein Verbotsschild zum Müllabladen aufgestellt und dann wird von der Stadt jedes unerlaubte Abladen zur Anzeige gebracht, kündigte er an. „Das geht einfach zu weit. Wir müssen die Leute sensibilisieren, dass man sich so auf fremden Grundstücken nicht verhält“, hofft der TSV-Vorsitzende auf Einsicht. Dass eine Schranke nicht mehr ausreiche, um unerlaubtes Handeln zu verhindern, „ist schon komisch“, wunderte sich Thomas Mann.

Eine schlechte Angewohnheit, die auch Martin Schilling beobachtet hat. Er informierte im Ortschaftsrat, dass sich manche Bürger auch nicht um das Verbotsschild am ehemaligen Schießstand scheren, wo früher Laub- und Grasschnitt von Kusey angeliefert werden konnte. Inzwischen hat die Stadt das Gelände mit einem Zaun versehen, der aber kaum beachtet wird. „Vor und neben dem Zaun ist in Größenordnungen Müll abgeladen worden“, informierte Martin Schilling. Dabei könne jeder lesen, dass das nicht erlaubt ist. „Ich verstehe nicht, warum die Leute das machen“, hatte das Kuseyer Ortschaftsratsmitglied überhaupt kein Verständnis für das Ignorieren des Verbots.

Von Monika Schmidt

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