Die schönste Route ist perfekt für kleine Füße

Manfred Lietze machte es den Kindern vor: Vorsichtig Wasser aus dem Quellfluss schöpfen und dann schnell den Becher austrinken. Eigens für die Osterwanderung wurde eine kleine Betonbrücke über den Bach gelegt und es entstand eine Treppe, damit die Kinder sicher zum Osterwasserschöpfen gelangen konnten.

Klötze - Von Monika Schmidt. Verschiedene Wanderrouten in und um Klötze sind in Zusammenarbeit zwischen Manfred Lietze, der ABS Drömling und der Stadt Klötze entstanden.

Seit Ostern ist eine weitere dazugekommen. „Das ist die wohl schönste Wanderung rund um Klötze“, schätzte Manfred Lietze am Ostersonnabend beim Start zur Wanderung für kleine Füße auf dem Zinnberg ein. Im vergangenen Jahr hatte er die Route – aus der Not geboren, weil der bisherige Weg zur Moorwaldsenke komplett überschwemmt war – kurzfristig entwickelt. Die Teilnehmer der Tour damals waren begeistert und erklärten den Weg hinter der Badeanstalt vorbei mitten durch den raschelnden Laubwald zur neuen Lieblingsstrecke. Wegen der kurzfristigen Verlegung der Route konnte die Strecke im Vorjahr nur provisorisch hergerichtet werden. In diesem Jahr war sie dank der Unterstützung der Stadt perfekt. Die Wege waren so hergerichtet, dass sie auch von den kleinen Füßen gut und sicher bewältigt werden konnten.

Vom Zinnberg führt der Weg über die Kirschenallee an den Kleingärten vorbei bis zum Waldbad. Dort geht es hinter dem Bad am ehemaligen Schützenplatz vorbei bis zur Moorwaldsenke. Diese wurde 1963 erstmals hergerichtet, erinnerte Manfred Lietze seine kleine Wandergruppe. In diesem Winter wurden die Alterlerlen erneut abgeholzt, damit der reine Moorwald wieder entstehen kann. Äste, die dabei anfielen, wurden am Quellfluss zu Totholz- und Benjeshecken aufgeschichtet und dienen so den Tieren des Waldes als Lebensraum.

Manfred Lietze schwärmte den Mitwanderern von den Naturschönheiten an der Moorwaldsenke vor: Anemonen und Veilchen präsentieren sich dort im Frühling, etwas später stehen auch die Orchideen in voller Blüte. 2000 Stück hat Manfred Lietze im vergangenen Jahr dort ausgemacht. Eindringlich appellierte er bei der Wanderung an die Eltern, ihren Kindern auch klarzumachen, dass die Natur Freude beim Anblick bietet und nicht durch Vandalismus zerstört werden sollte. „Blumen gehören in die Natur“, erklärte Manfred Lietze und bat darum, Veilchen und Orchideen an ihrem Platz zu belassen. Über den inneren Kutzendorfring ging es dann zurück zum Zinnberg.

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