Umleitung und kein Ende: Seit April rollt B 248-Verkehr durch Einheitsgemeinde

Umleitung und kein Ende: Seit April rollt B 248-Verkehr durch Einheitsgemeinde

+
Noch bis Ende Oktober soll der Verkehr aufgrund des Straßenbaus an der B 248 über die Klötzer Einheitsgemeinde umgeleitet werden. Ob der angesetzte Fertigstellungstermin bei dem derzeitigen Wetter eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Klötze. Seitdem Ahlum im Zuge des Ausbaus der innerörtlichen B 248 Ende April gesperrt wurde, wird der gesamte Bundesstraßen-Verkehr ab Rohrberg über Beetzendorf (L 19), Klötze (L 20) und weiter über Kusey, Neuferchau, Kunrau, Jahrstedt und Böckwitz (L 22) auf die B 244 bei Brome umgeleitet.

Dass die Einwohner der Anliegerdörfer davon die Nase gestrichen voll haben, brachte Jahrstedts Ortsbürgermeister Uwe Bartels während der Stadtratssitzung am Mittwochabend zum Ausdruck. Sein Hauptanliegen: Wann werden endlich die entstandenen Straßenschäden beseitigt?.

Auch Klötzes Bürgermeister Matthias Mann hält die derzeitige Situation für mehr als unglücklich. „Anfangs hieß es, Ahlum wird im August wieder aufgemacht, dann geht es am vierten Bauabschnitt der Klötzer Bahnhofstraße weiter“, erinnerte das Stadtoberhaupt. Aus August wurde schließlich Oktober – und nach Ahlum machen die Straßenbauer seit dieser Woche am B 248-Abschnitt zwischen Mellin und Abzweig Tangeln weiter – ebenfalls mit Vollsperrung. „Dass das so kommt, hat keiner geahnt“, erklärte Mann.

Am Dienstag, so informierte der Bürgermeister die Stadträte, hatte die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB) zusammen mit Fachleuten die Umleitungsstrecke auf Schäden kontrolliert. „Das ist doch eine Farce – wer soll letztlich beurteilen, welche Schäden in welchem Umleitungszeitraum entstanden sind?“, erklärte Mann.

Doppelt gebeutelt von Umleitungen, so erinnerte Bartels, sei jüngst der Jahrstedter Ortsteil Böckwitz gewesen. Denn als im Rahmen des Radwegebaus von Brome zum Bromer Sportplatz unerwartet eine Vollsperrung nötig war, schilderte die zuständige niedersächsische Straßenbaubehörde kurzerhand eine Umleitung über die Gemeindestraße zwischen Steimke und Böckwitz aus. Diese sei jedoch für Schwerlastverkehr gar nicht ausgelegt, so der Jahrstedter Ortsbürgermeister. Auch Mann sprach von „unhaltbaren Zuständen“, da weder die Stadt Klötze noch der Altmarkkreis darüber informiert waren.

Der Bürgermeister kündigte an, dass die Stadt sehr genau darauf achten werde, dass sämtliche durch die Umleitungen entstandene Straßenschäden wieder beseitigt werden.

Von Matthias Mittank

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare