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Sanierungsarbeiten im Klötzer Waldbad haben immer noch nicht begonnen

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Von: Birgit Stephani

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Die Becken sind leer, doch die Sanierungsarbeiten lassen auf sich warten.
Das Wasser ist längst aus den Becken gepumpt. Eigentlich sollten die Sanierungsarbeiten schon laufen, doch die beauftragte Firma lässt auf sich warten. © Stephani, Birgit

Klötze – Die Sanierung des Klötzer Waldbades verzögert sich. Das erklärte Stadtbürgermeister Uwe Bartels am Mittwoch im Rahmen der Einwohnerfragestunde beim Hauptausschuss der Stadt Klötze. Als einziger anwesender Bürger und begeisterter Schwimmer machte Lothar Seiffert seinem Ärger Luft.

Ursprünglich war in diesen Tagen geplant, dass die beauftragte Firma mit den Abbrucharbeiten beginnt. Doch, wie auch Lothar Seiffert feststellen musste, auf dem Gelände des Waldbades tut sich überhaupt nichts. Das verärgert ihn, besonders mit Blick auf die kommende Saison. Seine Befürchtungen sind, dass die Arbeiten nicht rechtzeitig fertig werden und dadurch die Freibadsaison zum wiederholten Mal sprichwörtlich ins Wasser fallen könnte. Genauso fragt er sich, warum die Saison in diesem Jahr frühzeitig beendet wurde, die Arbeiten am Schwimmerbecken jetzt im Oktober aber immer noch nicht begonnen haben. Eine frühzeitige Schließung wäre nicht notwendig gewesen, lautet seine Meinung.

Und er sieht ein weiteres Problem in der Verzögerung. Die Arbeiten müssen bis zum 30. Juni 2023 abgeschlossen sein, damit der Stadt keine Fördergelder verloren gehen.

Auch Ratsherr Klaus Ewertowski wollte Informationen zum aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten. Schließlich wurde der Auftrag im September ausgeschrieben. Anfang Oktober sollte seines Wissensstandes nach eine Begehung stattfinden. Diese habe sich allerdings verzögert, konnte Uwe Bartels berichten.

Grundsätzlich konnte der Stadtbürgermeister nur berichten, dass die frühzeitige Schließung notwendig gewesen sei, weil die geplanten Arbeiten eine gewisse Vorbereitung benötigten. In der Tat hätte das Bad im Sommer sogar eine Woche länger geöffnet bleiben können, das wäre auch sein Wunsch gewesen. Allerdings konnten für diesen Zeitraum von der Wasserwacht keine Rettungsschwimmer mehr gestellt werden.

Unverständlich für Lothar Seiffert blieb weiterhin, wieso man es sich von der beauftragten Firma gefallen lasse, dass die Arbeiten nicht beginnen. „Wenn man einen Plan aufstellt, werden die Arbeiten doch festgelegt“, machte er seinem Ärger Luft. So leicht sei die Sachlage aber nicht, versicherte ihm Uwe Bartels. Zum einen habe sich sowieso nur eine Fachfirma für den Auftrag beworben. „Die sind rar gesät“, mutmaßte Uwe Bartels.

Gleichzeitig machte er aber auch auf die aktuelle Lage generell aufmerksam. Die Energiekrise und der Ukraine-Krieg sorgen seiner Überzeugung nach dafür, dass auch Fachfirmen nicht immer so agieren können, wie sie gerne wollen.

Natürlich werde man dafür sorgen, dass die Firma so schnell wie möglich mit ihren Arbeiten beginnt. „Man kann die Firma aber nicht an den Haaren heranziehen“, betonte er. „Wir haben mit der Firma einen Vertrag, der auch erfüllt werden muss.“ Wann es jedoch wirklich mit den Sanierungsarbeiten losgeht, konnte auch er nicht sagen.

Nach Meinung von Lothar Seiffert sollte die Stadt noch einmal mit der Firma in Kontakt treten. „Ich habe das Theater der vergangenen Jahre satt. Wir sollten alles dafür tun, das Bad zu erhalten“, waren seine letzten Worte, mit denen er die Sitzung verließ.

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