Oebisfelder Heimatverein kümmert sich um länderübergreifendes Projekt an der Büstedter Brücke / Umfeld soll aufgewertet werden

Sanierte Tafel informiert über DDR-Grenzanlagen

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Jürgen Blanck (l.) befestigte an der Büstedter Brücke die neue Tafel am Stahlgerüst. Christiane Schütrumpf vom Heimatverein und Hans-Georg Warnecke sind mit der Restauration zufrieden.

reh Oebisfelde / Büstedt. Die große Informationstafel an der Büstedter Brücke, die den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen aufzeigt, ist erneuert worden. Die Folie mit den grafischen Darstellungen war stark verwittert, die Schriften teilweise abgeblättert.

Vor gut einem Monat wurde die 7,70 mal 2,65 Meter große Tafel mittels schwerer Technik von Jürgen Blanck, Inhaber einer Metallbaufirma, abgebaut und in den darauffolgenden Wochen in den Werkstatträumen auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes aufgearbeitet.

Zuerst wurde die Konstruktion von alter Farbe befreit und mit neuer versehen. Auf die gesamte Fläche wurden drei Millimeter starke Aluminiumtafeln stramm aufgenietet. Um die Stabilität der gesamten Konstruktion zu erhöhen, wählte Jürgen Blanck dabei eine längsseitige Anordnung. Vor etwa 14 Tagen wurden die von Hans-Georg Warnecke per Digitaldruck angefertigte Folien nun auf die große Tafel aufgebracht. Für die grafische Ausarbeitung zeichnete Kornelia Simon verantwortlich. Allerdings macht sich noch eine kleine Nacharbeit erforderlich. „Es fehlen die Markierungszeichen ,Grünes Band’, ein Hinweis auf die ,Europäische Union’ und ,Leader’. Diese Informationshinweise waren eine wichtige Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können“, erläuterte Christiane Schütrumpf vom Oebisfelde Heimatverein. Sie war für die Planung sowie Antragstellung zuständig.

Wie Ulrich Pettke, Vorsitzender des Heimatvereins, mitteilte, belaufen sich die Sanierungskosten auf etwa 6500 Euro. Da sich die Info-Tafel auf niedersächsischem Gebiet befindet, wurden von den Heimatfreunden für dieses länderübergreifende Projekt beim Leadermanagement Helmstedt/Braunschweig Fördermittel in Höhe von bis zu 4000 Euro beantragt. Nach einem positiven Zwischenbescheid Ende 2017 wurden in einem Zuwendungsbescheid finanzielle Mittel in Höhe von 3890 Euro, das entspricht 60 Prozent der ermittelten Sanierungssumme, bewilligt. Die Differenz wird der Heimatverein als Eigenmittel zur Verfügung stellen.

„Wir haben oft beobachtet, dass Tagestouristen, Ausflügler oder Radfahrer an der Tafel einen Zwischenstopp einlegen, um sich über die ehemaligen Grenzanlagen zu informieren. Aus diesem Grund möchten wir auch das Umfeld aufwerten. Angedacht ist das Aufstellen von vier Bänken sowie von Pflanztrögen mit Blumen und Büschen“, sagte Schütrumpf.

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