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Engstelle Salzwedeler Straße in Klötze: Für Rollator und Kinderwagen zu schmal

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Von: Birgit Stephani

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eine Straße mit einem Tempo 30-Schild
Die Verkehrsschilder, die wegen der Umleitung an der Salzwedeler Straße in Klötze stehen, blockieren den Fußweg. © Birgit Stephani

Wegen der B 71-Umleitung, die durchs Klötzer Stadtzentrum führt, haben es Fußgänger gerade besonders schwer: Sie kommen wegen des Verkehrs nicht über die Straße und haben an der Salzwedeler Straße wegen der Vielzahl von Schildern keinen Platz mehr auf dem Fußweg.

Klötze – Der wöchentliche Gang ins Klötzer Zentrum ist gerade für Senioren, die nicht so gut zu Fuß sind, momentan noch beschwerlicher als er ohnehin schon ist. Schuld daran ist der vermehrte Verkehr, besonders an Lkw, die ihren Weg über die Salzwedeler Straße suchen. Die Salzwedeler Straße ist grundsätzlich ein Nadelöhr, an dem das Durchkommen erschwert ist. Wenn die Straße nicht gerade als Umleitungsstrecke dient, ist sie regelmäßig ein Streitpunkt, weil parkende Fahrzeuge es unmöglich machen, ungehindert die Straße zu befahren. Um den Verkehrsteilnehmern, die wegen der Umleitung durch Klötze fahren müssen, das Befahren der Salzwedeler Straße zu erleichtern, gilt derzeit Tempo 30. Gleichzeitig darf an den Straßenrändern aktuell nicht geparkt werden. Im Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße wurde außerdem eine Ampel installiert, die es besonders Lkw erleichtern soll, den Engpass zu bewältigen. Auf all diese Maßnahmen weisen Hinweisschilder hin. Die sind allerdings gerade für ältere Menschen mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen ein Ärgernis. Denn die Schilder sind nur vorübergehend aufgestellt. Sie sind mobil und stecken in beschwerten Halterungen. Diese nehmen aber viel Platz in Anspruch und müssen auf dem Fußweg stehen, ansonsten wären sie für den Durchgangsverkehr ein Hindernis. Das Problem für Fußgänger ist der ohnehin schmale Fußweg. Durch die zusätzlich aufgestellten Verkehrsschilder ist das Passieren an manchen Stellen für Menschen mit Rollator oder Kinderwagen jetzt so gut wie gar nicht mehr möglich.

„Es geht ja nicht anders“

Immer montags läuft Hanne Gemin zu Fuß mit ihrem Rollator zum nahegelegenen Einkaufsmarkt. Von der Mittelstraße kommt sie auf die Salzwedeler Straße, geht auf der rechten Seite bis sie den Einkaufsmarkt erreicht hat und wechselt dort dann auf die andere Straßenseite. Doch bei ihrem gewohnten Gang trifft sie derzeit auf die erwähnten Hindernisse. „Das geht ja nicht anders“, meint die Klötzerin. „Die Schilder können ja nicht auf der Straße stehen und irgendwo müssen sie hin.“ Für sie und andere Fußgänger ist der Weg dadurch aber beschwerlich geworden. „An manchen Stellen muss man mit dem Rollator ganz schön rangieren, damit man überhaupt an den Schildern vorbeikommt.“ Noch schwieriger wird es mit Kinderwagen. Die passen so gut wie gar nicht zwischen Schild und Hauswand durch. Den Betroffenen bleibt nur der Wechsel auf die andere Straßenseite. Dort ist der Fußweg breiter und die Schilder stehen dicht an der Hauswand und nicht wie auf der anderen Seite am Rand zur Fahrbahn. „Aber bei dem starken Verkehr derzeit kommt man kaum über die Straße rüber“, erklärt Hanne Gemin das Problem. Dennoch: „Es nützt ja nichts, wir werden damit leben müssen“, meint die Rentnerin.

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